Wer für Ärzte-Leistungen privat zahlt, muss genau nachfragen.

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Harald Rahlke berät bei der Verbraucherzentrale.

Harald Rahlke berät bei der Verbraucherzentrale.

Andreas Fischer

Harald Rahlke berät bei der Verbraucherzentrale.

Wuppertal. Zahlen oder nicht zahlen? – Das ist die Frage für viele Kassenpatienten beim Arztbesuch. Von Augeninnendruck-Messung über Thrombose-Check bis hin zur Krebsvorsorge: Ärzte dürfen zusätzliche Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden, als so genannte Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) anbieten. Um einem Arzt, der Selbstzahlerleistungen anbietet, mehr auf Augenhöhe zu begegnen, müssen gesetzliche Versicherte umschwenken und sich nicht länger nur als Patienten verstehen, sondern auch als Kunden des Gesundheitsmarkts auftreten.

„Dazu ist es nötig, dass sie ihre Rechte kennen“, erklärt Harald Rahlke Verbraucherberater in Wuppertal. Patienten sollten sich durch aufdringliche Werbung oder persönliche Ansprache nicht bedrängen lassen, sondern sich stattdessen außerhalb der Praxis ausführlich über die angebotenen Behandlungsmethoden informieren.

Sie sollten auch immer auf einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt bestehen. Der behandelnde Arzt muss Patienten vor Beginn einer IGeL-Behandlung über alle wesentlichen Aspekte seiner vorgeschlagenen Therapie verständlich und ausführlich informieren. Auch die Erläuterung von Behandlungsalternativen dürfen nicht fehlen.

Das Beschwerdeforum www.igel-ärger.de der Verbraucherzentrale NRW nimmt Beschwerden schriftlich entgegen. Kontakt: Beratungsstelle Wuppertal, Schloßbleiche 20, Telefon 693 758 01, Mo 10-17 Uhr, Di und Do 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr.

www.verbraucherzentrale-nrw.de

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