Der AvD Wuppertal blickt auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Für 2010 hat er ein umfangreiches Festprogramm geplant.

Der AvD holte stets viele Auto-Aktionen nach Wuppertal: Alte Schätzchen wie dieser Cadillac von 1908 gab es beim Oldtimersalon 2004 zu bewundern.
Der AvD holte stets viele Auto-Aktionen nach Wuppertal: Alte Schätzchen wie dieser Cadillac von 1908 gab es beim Oldtimersalon 2004 zu bewundern.

Der AvD holte stets viele Auto-Aktionen nach Wuppertal: Alte Schätzchen wie dieser Cadillac von 1908 gab es beim Oldtimersalon 2004 zu bewundern.

Der AvD holte stets viele Auto-Aktionen nach Wuppertal: Alte Schätzchen wie dieser Cadillac von 1908 gab es beim Oldtimersalon 2004 zu bewundern.

Wuppertal. Lutz Roeder (86) und Klaus A. Küpper (65) erinnern sich an Floßfahrten in Bayern. An Schneemärsche in Wuppertal. Und an Winterbälle, bei denen bis tief in die Nacht getanzt wurde. Denn beim Ortsverein Wuppertal des Automobilclubs von Deutschland (AvD) geht es nicht immer nur um den fahrbaren Untersatz. "Der Club hat bis heute in Wuppertal eine gesellschaftliche Bedeutung", sagt Roeder, der 28 Jahre lang Leiter war und heute Ehrenvorsitzender ist.

Der AvD Wuppertal feiert 2010 sein 100-jähriges Bestehen. Und auch am Anfang ging es, wie bei vielen Club-Aktionen, nicht ums motorisierte Vehikel. Ein anderes Fortbewegungsmittel, stand Mittelpunkt: der Bob. Fans des Schlittens, etwa 30 Fabrikanten und selbständige Unternehmer aus Barmen, schlossen sich 1910 dem sauerländischen Bobsleigh-Verein an. "Später wurde daraus ein Bob- und Auto-Club, denn das Auto wurde immer wichtiger im Leben der Menschen. Ein Zweitsitz wurde nach Barmen verlegt", erklärt Küpper, seit 1998 Vorsitzender des Wuppertaler AvD. Nach dem Krieg wurde der Verein dann Teil des AvD Deutschland von 1899.

Oldtimer sind heute ein Schwerpunkt des Clubs

"In den ersten Jahren war der Club eher eine Art Selbsthilfe-Zusammenschluss für Pannen und ähnliches, das Auto war damals technisch noch nicht so zuverlässig", erklärt Küpper. Das änderte sich mit den Jahren: Der Club wurde zu einer Anlaufstelle für Autoliebhaber, zählte zu Höchstzeiten über 300 Mitglieder. Geschicklichkeitsfahrten, Auto-Ausflüge, Rallyes und ähnliches standen in Wuppertal mehr und mehr auf dem Programm, für den Service rund um den Wagen war der deutschlandweite AvD zuständig.

Heute sind Oldtimer - über 30 Jahre alte Wagen - und so genannte Young-Timer - Autos, die mindestens 20 Jahre alt sind - ein Schwerpunkt der Vereins. "Wir nehmen an Oldtimer-Touren teil und holen Oldie-Ausstellungen, nach Wuppertal. Da wäre zum Beispiel unser jährlicher Oldie-Salon mit etwa 180 Wagen", so Roeder.

250 Mitglieder, die meisten davon über 50 Jahre alt, gehören heute zum Club. Und noch immer veranstaltet er Aktionen jenseits von Motorsport und historischen Schätzen auf Rädern. Den Winterball zum Beispiel. "Der ist heute moderner und heißt Winterabend", so Roeder. Was hat sich in den 100 Jahren nicht verändert? Küpper und Roeder sind sich einig: "Der familiäre Charakter des Clubs."

2010 hat der AvD Wuppertal viel Programm geplant. Los geht es mit dem Neujahrsempfang morgen im Rathaus Barmen, Johannes-Rau-Platz 1, von 10.30 bis etwa 12 Uhr. Lutz Roeder wird die Vereinsgeschichte vorstellen, Vorstandsmitglieder des Haupt-AvD gratulieren. Auch OB Jung will seine Glückwünsche überbringen.

Am 5. Juni feiert der AvD Jubiläumsgala in der Stadthalle. "Einer der glanzvollsten Abende, die Wuppertal je erlebt hat", verspricht Vorsitzender Klaus A. Küpper. Ein weiterer Höhepunkt: Der Oldtimer-Salon am 18. Juli auf dem Mercedes-Gelände. Weitere Infos gibt es unter www. avd-wtal.de

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