Christoph Brüssermann hofft, zum Glück der Heckinghauser beitragen zu können.

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Anna Schwartz, Bild 1 von 2

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Wuppertal. Was ist Glück? Ich musste den Begriff erst einmal recherchieren. Es gibt Glücksmomente, Glücksgefühle, immer wiederkehrendes Glück, Glück im Unglück u.s.w.. Entscheidend ist für mich jedoch das Lebensglück. Nun habe ich einmal mein Leben gedanklich durchwandert, da ein Sprichwort ja besagt: „Jeder ist seines Glückes Schmied“.

Ich wurde zwölf Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg in eine intakte Familie hineingeboren. Mein Vater arbeitete, während meine Mutter den Haushalt versorgte. Dieses damals klassische Gefüge sorgte dafür, dass mittags immer eine warme Mahlzeit auf dem Tisch stand, später meine Schulaufgaben kontrolliert wurden und wir – mit meinem kleinen Bruder – in die Barmer Anlagen zum Spielen gingen. Sonntags machten wir dann einen Familienausflug in unserem neuen VW Käfer. Diese vielen kleinen glücklichen Momente ergaben für mich eine glückliche Kindheit in Wuppertal. Allerdings hatte ich keinen Anteil daran, sondern verdanke es dem Glück, in solch eine Familie hineingeboren worden zu sein.

Im weiteren Verlauf verdanke ich es wieder „glücklichen“ Umständen, dass ich nach meiner schulischen Ausbildung in Wuppertal im Polizeiberuf gelandet bin. Die „Terroristenzeit der 1970er Jahre“ sorgte für einen hohen Bedarf an Sicherheitskräften. Nach der Ausbildung ließ ich mich zum Verkehrsdienst versetzen – mit dem Motorrad als Einsatzmittel. Da ich glücklicherweise ziemlich frei in meiner Arbeit war, lernte ich auch die hintersten Ecken von Wuppertal kennen.

Da ich mich schon immer für Politik und Kommunalpolitik interessierte, wurde mir klar, dass ich mich einbringen sollte. Mit Beharrlichkeit bekam ich einen guten Listenplatz für die BV und errang ein Mandat – und wurde später Bezirksbürgermeister. Mir ist klar, dass hierzu auch das „Quäntchen Glück“ gehört hat. Umso mehr freue ich mich, wenn ich heute durch „meinen“ Stadtteil gehe und die Erfolge meiner Mitarbeit sehe.

Ich sage mir immer, ich war zur „rechten Zeit am rechten Platz“ und hatte auch nie das Verlangen, mich über meinen Stadtteil hinaus politisch zu bewerben. Somit kann ich sagen, dass ich ein glücklicher Mensch bin. Ich werde mir nach meiner Pensionierung noch mehr Zeit für mein Heckinghausen nehmen und hoffe, dazu beitragen zu können, dass viele Menschen in Heckinghausen glücklich leben werden.

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