Das Wuppertaler Schülerrockfestival wird 30. Der Initiator Kalle Waldinger wünscht sich mehr Unterstützung von der Stadt.

Interview
Das Schülerrockfestival ist eine Institution in Wuppertal. 2015 spielten auch Until Red in der Uni-Halle. Archiv

Das Schülerrockfestival ist eine Institution in Wuppertal. 2015 spielten auch Until Red in der Uni-Halle. Archiv

Das Schülerrockfestival ist eine Institution in Wuppertal. 2015 spielten auch Until Red in der Uni-Halle. Archiv

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Das Schülerrockfestival ist eine Institution in Wuppertal. 2015 spielten auch Until Red in der Uni-Halle. Archiv

Wuppertal. Am 23. Januar 2016 feiert das Wuppertaler Schülerrockfestival seinen 30. Geburtstag. Ab 16 Uhr spielen Newcomerbands vor Tausenden Zuschauern. Organisator Kalle Waldinger, erster Vorsitzender des Wuppertaler Rockprojektes, hat mit der WZ über dreißig Jahre Schüler-Rockfestival gesprochen.

 Vor dreißig Jahren fand das erste Schülerrockfestival statt. Wie kam es dazu?

Waldinger: Ich war damals Lehrer der Gesamtschule Ronsdorf, als ich diese Idee hatte. Ich fand, dass Kinderrock gefördert werden musste. Das erste Schülerrockfestival, 1986, fand in der Börse statt, vor etwa 800 Zuschauern. 1987 waren es bereits über 1300 und die Kapazitäten der Börse erschöpft. Mit Unterstützung der Stadtsparkasse Wuppertal, die wir als Sponsor gewinnen konnten, zog das Festival in die Uni-Halle um und blieb.

Über 3000 Besucher zählt das Festival jährlich. Wie lautet das Erfolgsrezept?

Waldinger: Das Erfolgsrezept lautet ganz einfach: Wir sind ein Familienfest. Die Wuppertaler Schulen stehen hinter dem Projekt, ebenso wie die Familien der auftretenden Künstler. Der Kartenverkauf läuft über das Schneeballsystem. Das heißt, wenn wir dreißig Bands aus Wuppertal und Umgebung auftreten lassen, können wir davon ausgehen, dass jede Gruppe ihre eigene Fangemeinde mitbringt. Das können Freunde und Familie sein, aber auch Schulkameraden und Nachbarn.

 Was wünschen Sie sich zum Geburtstag des Schülerrockfestivals?

Waldinger: Mehr finanzielle Unterstützung seitens der Stadt. Wir, das gemeinnützige Rockprojekt Wuppertal, sind seit dreißig Jahren im Bereich der Rock’n’Pop-Nachwuchsförderung tätig. Wir unterhalten inzwischen drei Proberäume, die den Bands kostenlos zur Verfügung stehen. Die Unterhaltung der Räume kostet nun mal Geld, ebenso wie das benötigte Equipment.

 Wie hat sich die Musik der Jugendlichen seit 1986 verändert?

Waldinger: Es gibt keine Musikrichtung, die im Laufe der Jahre ausgestorben ist. Ob Heavy Metal, Rock, Reggae, Pop oder Blues – auf unserer Bühne sind sie alle vertreten.

 Am 23. Januar ist es wieder soweit. Worauf dürfen sich Besucher in diesem Jahr besonders freuen?

Waldinger: Erstmals „fusionieren“ die bergischen Bandfestivals. Bei diesem, ersten Bergischen Schülerrockfestival, kommen Bands aus allen drei Städten auf einer Bühne zusammen.

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