Holger Kruppe will finanzneutrale Lösung präsentieren.

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Wuppertal. Die Wuppertaler Stadthalle macht derzeit jährlich Miese und die Ankündigung von Kämmerer Johannes Slawig, dass aus Spargründen unter anderem keine Orgelkonzerte mehr veranstaltet würden, schlug bei den Freunden der Orgelmusik im Tal wie eine Bombe ein. Mit dieser Maßnahme, sie soll etwa 8000 Euro pro Jahr einsparen, soll unter anderem die drohende Insolvenz der Stadthallen GmbH verhindert werden, wie die WZ berichtete.

Helga Günther, stellvertretende Vorsitzende und Pressesprecherin des Freundeskreises der Wuppertaler Orgeltage fände das einen herben Verlust, weil die Orgel dann so gut wie nicht mehr gespielt würde: "Wann braucht das Sinfonieorchester schon mal eine Orgel?"

Freundeskreis würde Verlust der Konzerte sehr bedauern

Norbert Brenken, Vorsitzender des Freundeskreises: "Wir arbeiten seit Jahren gut mit der Stadthalle zusammen und würden ein Streichen der Orgelkonzerte natürlich sehr bedauern, zumal das Eröffnungskonzert der Akzente-Reihe gleichzeitig das Eröffnungskonzert der Orgeltage ist."

Stadthallen-Geschäftsführer Holger Kruppe gibt indes Entwarnung: "Wir können uns keine zwei Millionen teure Orgel schenken lassen, um dann die Orgelkonzerte zu streichen. Ich arbeite an einer Lösung, die die städtischen Finanzen nicht belastet." Orgelkonzerte wird es nach Einschätzung von Kruppe also weiterhin geben.

Unabhängig davon wird sich der Stadthallen-Chef zudem intensiv mit der Frage beschäftigen müssen, wie sich die Stadthallengesellschaft in Zukunft am Markt behauptet und sich eventuell auch neu ausrichtet, denn für 2013 sind erneut Verluste prognostiziert - auch ohne weitere Orgelkonzerte in der Stadthalle.

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