Bisher liegt die Verantwortung bei der Wuppertal-Bewegung. Die fordert in den Verhandlungen auch künftig Mitsprache.

Bisher liegt die Verantwortung bei der Wuppertal-Bewegung. Die fordert in den Verhandlungen auch künftig Mitsprache.
Samira (7, l.) und Alia (4) erkunden mit Mutter Christine die Nordbahntrasse.

Samira (7, l.) und Alia (4) erkunden mit Mutter Christine die Nordbahntrasse.

Carsten Gerhard ist Vorsitzender der Wuppertal-Bewegung.

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Samira (7, l.) und Alia (4) erkunden mit Mutter Christine die Nordbahntrasse.

Wuppertal. Die Stadt Wuppertal und die Wuppertal-Bewegung stehen in Verhandlungen über eine Änderung des 2010 geschlossenen Vertrags zum Betrieb der Nordbahntrasse. Der laufende Vertrag sieht vor, dass die Wuppertal Bewegung bis 2034 die Betriebsbereitschaft des Rad- und Fahrradweges sichern muss. Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt den Verein und seine 1300 Mitglieder im kommenden Jahr davon entbindet.

Als die Pläne für den Bau der Trasse konkret wurden, trat die Wuppertal-Bewegung finanziell in Vorleistung, da sich die Stadt weder in der Lage sah, den Umbau zu finanzieren (Investitionsvolumen 32 Millionen Euro) noch eine Garantie für den Betrieb gegenüber den Fördergebern (Europäischen Union, Bund und Land NRW) zu geben.

„Wir reißen uns nicht darum, die Trasse zu betreiben“, sagt Carsten Gerhardt, 1. Vorsitzender der Wuppertal-Bewegung. Der Vertrag wurde von der Stadt mit der eigens dafür gegründeten Nordbahntrassen GmbH abgeschlossen und bürdet deren Geschäftsführer Carsten Gerhardt eine große Verantwortung auf.

Auf der Trasse gibt es in den kommenden Jahren viel zu tun

Zumal Ende 2015, zum Ablauf des Förderzeitraums, noch nicht alle Arbeiten auf dem 23 Kilometer langen Rad- und Wanderweg abgeschlossen sind. Die Sanierung der großen Viadukte wird aber noch Jahre dauern, weil die Fassaden der Bauwerke erst saniert werden können, wenn das Mauerwerk ausgetrocknet ist.

Stadtdirektor Johannes Slawig sieht die Verhandlungen mit der Wuppertal-Bewegung auf einem guten Weg. „Wir verfolgen doch beide das gleiche Ziel“, sagt Slawig. Für die Pflege der Trasse und die Sicherheit der Benutzer stehe die Stadt ohnehin schon in der Verantwortung. Die Arbeit der Trassenpaten sei nicht nur wegen ihres ehrenamtlichen Einsatzes in der Pflege, sondern auch wegen der Identifikation vieler Wuppertaler mit der Trasse eine ganz wichtige Sache . Das Projekt habe im Verlauf seiner Umsetzung Dimensionen angenommen, die über die Möglichkeiten des Ehrenamtes hinaus gingen. Und auch die Voraussetzungen zum Einsatz des zweiten Arbeitsmarktes seien durch die Verbesserungen auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr wie in der ersten Bauphase gegeben.

Carsten Gerhardt sieht allerdings einige Punkte, die noch in den Verhandlungen geklärt werden müssen. „Die Wuppertal-Bewegung möchte sich ein Mitspracherecht erhalten, was das Erscheinungsbild und die Nutzbarkeit der Trasse angeht. Sollte die Stadt irgendwann aus Kostengründen auf die Sanierung einer Brücke verzichten wollen und sich für einen Abriss entscheiden, dann wollen mitentscheiden. Schließlich ist die Trasse ist unser Baby“, sagt Carsten Gerhardt.

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