Nachruf: Der in Barmen geborene Historiker starb im Alter von 102 Jahren.

Helmut Hirsch beim Empfang zu seinem 100. Geburtstag im Barmer Rathaus.
Helmut Hirsch beim Empfang zu seinem 100. Geburtstag im Barmer Rathaus.

Helmut Hirsch beim Empfang zu seinem 100. Geburtstag im Barmer Rathaus.

Andreas Fischer

Helmut Hirsch beim Empfang zu seinem 100. Geburtstag im Barmer Rathaus.

Wuppertal. Am 2. September 1907 wurde er in Barmen als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Die Nazis zwangen ihn zur Emigration in die USA, wo er zu einem bedeutenden Historiker heranreifte. Erst als 50-Jähriger kehrte er nach Deutschland zurück, am 21.Januar starb er im Alter von 102 Jahren in Düsseldorf: Helmut Hirsch, in dessen langem Lebenslauf die Brüche der katastrophenreichen 20. Jahrhunderts ihre Spuren hinterlassen haben.

Auch Oberbürgermeister Peter Jung trauert um den berühmten Wuppertaler, der unter anderem Von der Heydt-Preisträger und Träger des Bundesverdienstkreuzes war. "Helmut Hirsch wird in unserer Erinnerung als ein Mensch weiterleben, für den die Geschichte und die Wissenschaft, vor allen Dingen aber die Menschen einen ganz wichtigen Stellenwert hatten", schrieb Jung in einem Kondolenzbrief an Hirschs Witwe Marianne.

Helmut Hirsch, der zuletzt ältestes Mitglied des deutschen Pen-Zentrums war, hat unter anderem vielgelesene Werke über August Bebel, Friedrich Engels und Rosa Luxemburg publiziert. Red

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