Vom Kreishandwerksmeister bis zum ehemaligen Oberbürgermeister: Wuppertaler Persönlichkeiten werben für den WSV.

Damen hoch für den WSV: Der neue Wirtschaftsrat: vordere Reihe, v.l.) Christoph Strieder, Frank H. Seynsche, WSV-Präsident Friedhelm Runge, Hans Kremendahl, (hintere Reihe v.l.) Jens Drübert, Dirk Sachsenröder, Arnd Krüger, Nico Ueberholz, Thomas Lenz (es fehlte gestern Abend noch Dietmar Bell).
Damen hoch für den WSV: Der neue Wirtschaftsrat: vordere Reihe, v.l.) Christoph Strieder, Frank H. Seynsche, WSV-Präsident Friedhelm Runge, Hans Kremendahl, (hintere Reihe v.l.) Jens Drübert, Dirk Sachsenröder, Arnd Krüger, Nico Ueberholz, Thomas Lenz (es fehlte gestern Abend noch Dietmar Bell).

Damen hoch für den WSV: Der neue Wirtschaftsrat: vordere Reihe, v.l.) Christoph Strieder, Frank H. Seynsche, WSV-Präsident Friedhelm Runge, Hans Kremendahl, (hintere Reihe v.l.) Jens Drübert, Dirk Sachsenröder, Arnd Krüger, Nico Ueberholz, Thomas Lenz (es fehlte gestern Abend noch Dietmar Bell).

Uwe Schinkel

Damen hoch für den WSV: Der neue Wirtschaftsrat: vordere Reihe, v.l.) Christoph Strieder, Frank H. Seynsche, WSV-Präsident Friedhelm Runge, Hans Kremendahl, (hintere Reihe v.l.) Jens Drübert, Dirk Sachsenröder, Arnd Krüger, Nico Ueberholz, Thomas Lenz (es fehlte gestern Abend noch Dietmar Bell).

Wuppertal. Die unermüdlichen Fans, die Dienstagabend noch unter Flutlicht Schnee schaufelten, um den Rasen im Stadion schneefrei zu bekommen, schienen den Appell schon verinnerlicht zu haben, den WSV-Präsident Friedhelm Runge zeitgleich nebenan im Vip-Raum offiziell verkündete: "Positive Signale setzen für den WSV, um Aufbruchstimmung in der Stadt zu erzeugen."

Während die Fans draußen nur Schüppen und Schubkarren zur Hilfe hatten, hatte sich Runge den neuen Wirtschaftsrat des WSV zur Unterstützung an seine Seite geholt. Ob die Unternehmer Dirk Sachsenröder, Jens Drübert oder Nico Ueberholz, Kreishandwerksmeister Arnd Krüger, Ex-Oberbürgermeister Hans Kremendahl, der BG Bau-Vorsitzende Frank H. Seynsche, Arge-Geschäftsführer Thomas Lenz, Rechtsanwalt oder WSV-Verwaltungsratsvorsitzender Christoph Strieder - sie alle wollen in Zukunft vor allem in der Wuppertaler Wirtschaft um Hilfe für den WSV werben und dort das nötige Geld sammeln, um auch in Zukunft zumindest Drittliga-Fußball zu ermöglichen.

"Ich allein kann diese Lasten einfach nicht mehr schultern", wiederholte Runge den zuletzt oft gesagten Satz, froh darüber, dass er endlich prominente Mitstreiter gefunden hat. Alle sind aus Überzeugung Wuppertaler, alle Fußballfans und alle haben die Nase voll von Sparpaket und Nachrichten über das, was in Wuppertal alles den Bach runtergeht. "Nach dem Tod von Pina Bausch und dem Stillstand der Schwebebahn hat die Stadt bis auf den WSV nichts mehr", formulierte Frank H. Seynsche überspitzt, seine Motivation mitzumachen.

"Es gibt keinen besseren Werbefaktor für eine Stadt als einen hochklassigen Fußballverein", sagte Ex-Oberbürgermeister Hans Kremendahl. Er will auch helfen, die Situation im Stadion für die Zuschauer zu verbessern.

Dass man in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bei Unternehmern keine offenen Türen einrennt, ist Dirk Sachsenröder klar. "Es geht nur über die Breite, wenn viele mitmachen. Uns kommt zu Gute, dass im neuen Wirtschaftsrat viele integre Persönlichkeiten sind, die Türen öffnen können." Auch er habe sich besonders dadurch motivieren lassen mitzumachen.

Einem ersten Schreiben an Wirtschaftunternehmen in Wuppertal mit der Bitte um Unterstützung für den WSV und damit den Standort Wuppertal wollen die Wirtschaftsratsmitglieder persönliche Gespräche folgen lassen. "Gerade der bergische Unternehmer braucht die persönliche Ansprache", sagt Sachsenröder. "Direkte Geldmittel, so Arnd Krüger, bringe zunächst keiner in den Wirtschaftsrat mit. Es gehe erst einmal darum, neue Strukturen beim WSV aufzubauen. Die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in eine GmbH steht dabei weiter oben auf der Agenda.

Die Überlegung, eventuell die Jugendabteilung aufzugeben, um Kosten von 500000 Euro zu sparen, hat Präsident Friedhelm Runge dagegen verworfen. "Das passt nicht zu unserem Ansatz, mit dem Sport auch Vorbild zu geben." Runge, der mangels Unterstützung schon mit dem Abschied vom bezahlten Fußball gedroht hatte, kündigte zugleich an, dass in jedem Fall die Lizenz für die Dritte Liga beantragt werde, wenn auch zunächst mit einem etwas geringeren Etat als den aktuell 3,5 Millionen Euro. Aber an der Summe könne sich ja bis zum Sommer noch etwas ändern, falls die neue WSV-Offensive greift und der WSV sportlich den Abstieg vermeidet.

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