Das Spiel in Sandhausen fällt aus. Jecker Einsatz am Sonntag beim Karnevalszug.

Au Backe: Der WSV bleibt nach dem 0:1 in Regensburg vorerst tatenlos am Tabellenende hängen.  (Sportfoto Eibner)
Au Backe: Der WSV bleibt nach dem 0:1 in Regensburg vorerst tatenlos am Tabellenende hängen. (Sportfoto Eibner)

Au Backe: Der WSV bleibt nach dem 0:1 in Regensburg vorerst tatenlos am Tabellenende hängen. (Sportfoto Eibner)

Au Backe: Der WSV bleibt nach dem 0:1 in Regensburg vorerst tatenlos am Tabellenende hängen. (Sportfoto Eibner)

Wuppertal. Kamelle und Konfetti statt Tore und Punkte: Für die Spieler des Wuppertaler SV nimmt das Karnevalswochenende wegen der Spielabsage in Sandhausen einen etwas anderen Verlauf als geplant. Statt sich in den Abstiegskampf zu stürzen, wird heute in einer Solinger Soccerhalle trainiert. Und am Sonntag schließt sich die Mannschaft ausgeschlafen der Fußgruppe des Wuppertaler SV Borussia beim Rosensonntagszug in Wuppertal an.

WSV-Trainer Uwe Fuchs nimmt die Absage in Sandhausen nicht nur wegen des geplanten Abstechers zum Straßenkarneval mit einem eher lachenden Auge hin. " Mitja Schäfer, der noch angeschlagen ist, hätte erneut gefehlt. Und ich denke, dass wir auf besseren Böden einfach besser spielen können. Auf der anderen Seite wird der Terminkalender in den kommenden Wochen noch voller gepackt werden", sagte Fuchs, der natürlich gleichzeitig bedauert, dass dem WSV die Chance verwehrt bleibt, sich mit einem Erfolg wieder vom Tabellenende abzusetzen.

Cool bleiben, heißt also die Losung in der eiskalten Jahreszeit. Zumal sich der Druck am Tabellenende durch Siege der direkten Konkurrenten (BVB II mit 2:1 in Offenbach, Holstein Kiel 3:0 in Burghausen) weiter erhöht hat.

Nach der 0:1-Niederlage in Regensburg hatte der WSV-Trainer allerdings auf öffentliche Kritik gegenüber der Mannschaft verzichtet. Nahm Fuchs die Spieler ganz bewusst in Schutz? "Nein, dazu gibt es auch keinen Grund. Die Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft, wenn auch nicht immer die richtigen Mittel gewählt. Die letzte entscheidende Aktion hat in Strafraumnähe gefehlt und auch das Quäntchen Glück", sagt Fuchs.

Noch problematischer als die zweite Spielabsage nach der Winterpause (auch das Heimspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden muss neu angesetzt werden) ist für den WSV die unbefriedigende Trainingssituation. Uwe Fuchs und Co-Trainer Thomas Stickroth würden gerne intensiver mit der Mannschaft arbeiten, aber das geht nur bedingt, weil keine Plätze zur Verfügung stehen.

Mit der Teilnahme am Rosensonntagszug will der WSV ein Signal setzen, dass sich der Verein genau wie die notleidende Stadt und die gebeutelten Karnevalisten nicht unterkriegen lässt. "Bei uns geht nix die Wupper runter", lautet das Motto des Zuges.

Angeführt werden die rot-blauen Jecken von dem WSV-Maskottchen Pröppi. Wurfmaterial wie Kamelle und andere kleine Überraschungen sollen im Zugverlauf verteilt werden.

Am Mittwochmorgen konnte der WSV zumindest auf einem freigeräumten Kunstrasenstück auf dem Rott Bewegungstherapie betreiben. Während Fuchs/Stickroth im vergangenen Winter die entscheidenden Impulse für den Klassenerhalt setzten, ist in dieser Saison und Situation mehr denn je die Mannschaft gefordert. "Die Bereitschaft ist da, die Mannschaft hat die Situation akzeptiert und wird ruhig und besonnen weiterarbeiten", sagt Uwe Fuchs.

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