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Der 1. FC Köln war zu Gast im Stadion am Zoo.

Der 1. FC Köln war zu Gast im Stadion am Zoo.

Daniela Ullrich

Der 1. FC Köln war zu Gast im Stadion am Zoo.

Wuppertal. Der 1. FC Köln hat viele Freunde - auch unter den Wuppertaler Fußballfans. Am Sonntag kamen sicher noch etliche hinzu, denn schon vor dem Testspiel im Stadion am Zoo vor 5125 Zuschauern gab es vom Wuppertaler Publikum großen Applaus für den Zweitligisten, der seine Antrittsprämie an die Aktion „Wuppertaler in Not“ (WIN) gespendet hat. WIN gab die Unterstützung an die Opfer der Explosion eines Heckinghauser Wohngebäudes weiter.

Beifall gab es auch für den WSV, der beim hochverdienten 2:2 (0:1) gegen die Kölner erkennen ließ, dass er mit seinem sehr ausgeglichen besetzten Kader eine gute Rolle in der kommenden Regionalliga-Saison spielen wird. Am Samstag hatte der FC eine enttäuschende Vorstellung bei der 0:1-Niederlage gegen den WSV-Konkurrenten Bonner SC gegeben. Das mag ein Grund dafür gewesen sein, dass die Kölner von Beginn an am Zoo um druckvolle Offensivaktionen bemüht waren. In der ersten halben Stunde verhinderten aber zunächst auf beiden Seiten die Torhüter mit starken Paraden den ersten Treffer im Stadion am Zoo in der Vorbereitung auf die kommende Saison.

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Zunächst war WSV-Keeper Joshua Mroß bei einem Schuss von Tim Handwerker zur Stelle (15.). Fünf Minuten später hatte WSV-Kapitän Gaetano Manno den Führungstreffer auf dem Fuß. Es war der beste Angriff der Gastgeber vor der Pause: Silvio Pagano brachte die Flanke von rechts flach in den Strafraum, Christopher Kramer ließ den Ball durch und Manno zog sofort mit rechts ab. Doch Thomas Kessler, der für Timo Horn spielte, der gegen Bonn zum Einsatz gekommen war, lenkte den Ball noch um den Pfosten.

WSV - 1. FC Köln, Testspiel, Saison 2018 / 2019

Der Trainer der Gäste aus Köln: Markus Anfang war als Spieler häufig Gast im Stadion am Zoo. 

Nicht unverdient gingen die Kölner, die das Spiel nun besser in den Griff bekamen, in Führung. Dennis Malura, der in seinem ersten Spiel nach seiner Rückkehr zum WSV als Innenverteidiger agierte, konnte den Drehschuss des wuchtigen Serhou Guirassy (32.) nicht verhindern – Mroß war chancenlos. Sechs neue Spieler brachte WSV-Trainer Christian Britscho zur Pause. Und die feierten einen guten Einstand, denn Gino Windmüller (49.) glich nach einer Flanke von Jonas Erwig-Drüppel und einem missglückten Schussversuch von Torben Uphoff aus kurzer Distanz zum 1:1 aus. FC-Trainer Markus Anfang nahm hingegen nur einen Wechsel zur Pause vor. Dafür brachte er nach einer knappen Stunde gleich ein halbes Dutzend frischer Spieler, die aber vom WSV eiskalt erwischt wurden. Kamil Bednarski war nach einer perfekten Flanke von Marco Cirillo  mit dem Kopf zur Stelle und gab mit dem Treffer zum 2:1 (60.) gleich seine Visitenkarte vor der Fankurve ab.

Nun hatte der WSV endgültig seinen Respekt vor dem Zweitligisten abgelegt und kam nach schönen Kombinationen und mit viel Spielfreude zu weiteren Gelegenheiten. Den Kölnern, die mit Simon Terrode und Marcel Risse weitere Stammspieler gebracht hatten, fehlte sichtlich die Frische, um bei sommerlichen Temperaturen gegen den WSV mehr Druck zu machen. Das Spiel am Tag zuvor in Bonn und die Trainingsbelastung der Kölner in den vergangenen Tagen dürften Gründe  dafür sein, dass der WSV spielerisch und läuferisch sehr gut mithalten konnte und die eigenen Fans begeisterte.

WSV - 1. FC Köln, Testspiel, Saison 2018 / 2019

WSV-Flügelflitzer Semir Saric (r.) lieferte eine gute Leistung gegen den 1. FC Köln ab.

Daniel Grebe hatte nach einem Angriff über links die Entscheidung auf dem Fuß, aber er zimmerte den Ball von der Strafraumgrenze an die Latte. In der 85. Minute traf Grebe dann ins Tor – leider zum 2:2 in den eigenen Kasten. Der kleine Dämpfer sollte den WSV nicht lange beschäftigen – denn der Kurs stimmt.

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