Präsident Friedhelm Runge bekräftigt seine Unterstützung für die kommende Regionalliga-Saison. Verpflichtung von Torhüter Nettekoven wahrscheinlich.

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WSV-Präsident Friedhelm Runge reiste mit positiven Eindrücken aus dem Trainingslager in Belek ab.

WSV-Präsident Friedhelm Runge reiste mit positiven Eindrücken aus dem Trainingslager in Belek ab.

Andreas Fischer

WSV-Präsident Friedhelm Runge reiste mit positiven Eindrücken aus dem Trainingslager in Belek ab.

Wuppertal. Ruhig lief der Freitag für den WSV im Trainingslager in Belek ab. Die Mannschaft hatte den Nachmittag zur freien Verfügung, um nach den anstrengenden Einheiten der vergangenen Tage regenerieren zu können. Die meisten Spieler gingen zum Shoppen in ein nahegelegenes Einkaufszentrum. Ein Ausflug zum Strand machte keinen Sinn, denn der Regen war nach Belek zurückgekehrt.

Dirk Sachsenröder: „WSV braucht noch viele weitere Unterstützer“

Abgereist ist am Freitag WSV-Präsident Friedhelm Runge. Als Vizepräsident des Bundesverbands der Mittelständischen Wirtschaft musste er zu einer Tagung nach Berlin und flog schweren Herzens ab. Die ursprüngliche Skepsis dem Trainingslager gegenüber hatte er abgelegt.

„Was ich hier gesehen habe, hat mich sehr gefreut. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und gegen Wolfsburg ein gutes Spiel abgeliefert. Wenn sie in der Meisterschaft immer so auftritt, wird sie wieder nach oben kommen“, sagte Runge. Der Entscheidung des Managements pro Trainingslager habe er sich im übrigen demokratisch gebeugt, als klar gewesen sei, dass es durch Freundeskreis und Sponsorenhilfe finanziert werden konnte.

Runge saß am Abend zuvor noch bis Mitternacht mit Trainern und Sponsoren zusammen. Nach Berlin nahm er die feste Absicht mit, auf jeden Fall einen Lizenzantrag für die kommende Regionalliga-Saison zu stellen, auch wenn noch kein potenzieller Nachfolger für ihn feststeht.

„Die Zeit ist nicht mehr lang. Ich werde den Verein nicht vor die Hunde gehen lassen“, sagte Runge. Er halte sein Versprechen, auch für die neue Saison einen finanziellen Beitrag zu liefern. Mit dem was der WSV bislang an Sponsorengeldern bislang gesammelt hat, steht offenbar zumindest ein Minimaletat zur Verfügung, der aber keine großen Sprünge zuließe.

Am Samstag (15.30 Uhr) trifft der WSV auf den TSV Halvelse. Der WSV-Tross fliegt am morgigen Sonntagmorgen um 4.15 Uhr wieder gen Heimat.

„Dafür brauchen wir immer noch viele neue Unterstützer“, betonte Wirtschaftsrat-Mitglied Dirk Sachsenröder in Belek. Runge tauschte sich mit dem Unternehmer intensiver aus, als jemals zuvor in Wuppertal. Dort hatte der scheidende Präsident die Sitzungen von Wirtschafts- und Verwaltungsrat nie besucht. „Sonst hätte es doch wieder geheißen: ’Der Runge will überall mitmischen’“, sagte er.

Nicht bestimmen aber mittragen würde Runge eine Verpflichtung von Gasttorwart Patrick Nettekoven, der in Belek einen guten Eindruck hinterlassen hat. „Er ist in einem ausgezeichneten Trainingszustand“, sagt Torwarttrainer Thomas Richter über den vertragslosen 24-Jährigen.

Nettekoven hatte sich zuletzt bei seinem Ex-Klub Fortuna Düsseldorf fit gehalten und ist seit einem halben Jahr vertragslos.

„Wir haben mit Bastian Sube zwar einen Torwart für die Zukunft, aber der könnte sich so jetzt auf sein Abitur und die A-Jugend konzentrieren“, sagt WSV-Manager Markus Bayertz. Die derzeit wahrscheinliche Entscheidung für Nettekoven wird aber definitiv erst nach dem Trainingslager fallen.

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