Der WSV kann in der Lohrheide nur einen Punkt mitnehmen und verpasst damit die Chance auf die Tabellenführung in der Regionalliga.

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Kurz vor der Pause hatte der WSV gleich mehrere Chancen. Erst kann Hagemann, dann Mandt nicht verwandeln.

Kurz vor der Pause hatte der WSV gleich mehrere Chancen. Erst kann Hagemann, dann Mandt nicht verwandeln.

Der WSV spielt in Wattenscheid und das Fernsehen ist live dabei.

Kurt Keil, Bild 1 von 2

Kurz vor der Pause hatte der WSV gleich mehrere Chancen. Erst kann Hagemann, dann Mandt nicht verwandeln.

Bochum. Nach vier Spieltagen Spitzenreiter in der Regionalliga - das wäre eine feine Sache gewesen für den WSV und seine Fans. Alles mitnehmen, wenn man dazu im schnelllebigen Fußballgeschäft eingeladen wird. Doch der WSV verpasste die Chance und grüßt nach dem 0:0 bei der SG Wattenscheid 09 nicht von ganz oben. Mit acht Punkten liegt er weiter auf Rang drei. An traditionsreicher Fußballstätte im Lohrheide-Stadion übernahm der WSV gegen noch sieglose Gastgeber gleich die Initiative, um früh für Selbstvertrauen in den eigenen Reihen zu sorgen. Wie schon einige Male in dieser Saison ging dabei die meiste Torgefahr von der linken WSV-Seite aus. Schrecksekunde für den WSV

Niklas Heidemann und vor allem Kevin Hagemann machten Druck über ihren Flügel. Nach sieben Minuten leitete Hagemann mit einem Pass von der Grundlinie denn auch die erste gute Torchance für die Gäste ein. Doch Abnehmer Christopher Kramer in der Strafraummitte verzog den Ball. Die nächste Möglichkeit für den dominant auftretenden WSV hatte Antreiber Daniel Grebe, als er aus 18 Metern Maß nahm, aber den Ball knapp neben den Kasten setzte. Der WSV war gegen sichtlich verunsicherte Gastgeber bissiger im Zweikampf und drängte weiter auf die Führung. Doch Hagemann traf nach 13 Minuten nur das Außennetz.

Hielt sich Wattenscheid bis dato im Spiel nach vorne merklich zurück, gab es nach 20 Minuten plötzlich eine Schrecksekunde für den WSV, als Demir Tumbul mit einem Kopfball die Latte traf. In der Folge erlahmte das Spiel, meist spielte sich das Geschehen im Mittelfeld ab, verbissene Zweikämpfe standen im Vordergrund. Bis „H&H“ auf der linken Seite wieder für mehr Aktion und Tempo sorgten und die einzunicken drohende WSV-Gemeinde weckte.

Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die zweimal den Torschrei auf den Lippen, als erst André Mandt freistehend mit einem Kopfball an 09-Torhüter Edin Sancaktar scheiterte -die Topchance des Spiels. Im Anschluss lenkte der Wattenscheider Schlussmann Hagemanns Distanzball mit den Fingerspitzen zur Ecke.

Auch nach dem Wechsel blieb der WSV zunächst das spielerisch bessere Team, es haperte gegen wacker verteidigende Wattenscheider aber meist an der Präzision im finalen Pass im Strafraum. Es entwickelte sich erneut ein Spiel, das alles andere als ein spielerischer Hochgenuss war und in dem Kampf Trumpf war. Wenig ansehnlich auch das Gekicke der Gastgeber, die manchen „Leerpass“ in die WSV-Hälfte spielten. Das dürfte auch bei manchem Fernseh-Zuschauern (die Partie wurde von Sport1 übertragen) für Kopfschütteln gesorgt haben. Der WSV ließ sich nun vom passiven Spiel der Wattenscheider einlullen, mit schwindenden Kräften erlahmte auch das Engagement in der Offensive. So blieb es bei einem enttäuschenden Unentschieden. Die nächste Chance auf die Tabellenführung hat der WSV aber schon am kommenden Freitag, wenn der Aufsteiger Westfalia Rhynern ins Stadion am Zoo kommt.

Wickl - Pagano, Schmetz, Duschke, Heidemann - Windmüller - Grebe, Mandt, Wirtz, Hagemann - Kramer. Bank: Leikauf, Dowidat, Cirillo, Pytlik, Prostka.

Sancaktar - Langer, Malanda, Erwig-Drüppel, Canbulut, Boyamba, Glowacz, Obst, Tumbul, Clever, Schneider. Ersatz: Zimmermann, Scharbaum, Bingol, Jakubowski, Demircan, Neustädter.

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