Regionalliga: Erfolgreiches Wochenende für den Wuppertaler SV. Doch Trainer Dämgen warnt vor dem nächsten Gegner.

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Lukas van den Bergh spielte eine solide Partie beim 4:2-Sieg in Trier.

Lukas van den Bergh spielte eine solide Partie beim 4:2-Sieg in Trier.

Claus Büttner-Wobst

Lukas van den Bergh spielte eine solide Partie beim 4:2-Sieg in Trier.

Wuppertal. Der Auswärtssieg in Trier und die Tabellenführung in der Regionalliga, der Erfolg der U21 in Straelen und der überraschende Sieg der U19 beim favorisierten 1. FC Köln: "Das war ein tolles Wochenende für den WSV, das freut mich sehr", sagt WSV-Trainer Michael Dämgen. Er selbst nutzte den freien Sonntag zu einem Abstecher in die Westerwälder Heimat und verfolgte die Sonntagsspiele der Bundesliga.

Doch Dämgens Gedanken drehen sich natürlich längst um den nächsten WSV-Gegner in der vierten Liga. Der heißt Arminia Bielefeld II (Freitag, 19.30 Uhr, Stadion am Zoo) und unterlag am Samstag dem 1.FC Kaiserslautern II mit 0:2. Augenzeuge war nicht Dämgen, sondern Co.-Trainer Thomas Richter. Dämgen schaute sich den übernächsten WSV-Gegner Borussia Dortmund II an.

"Jetzt denken natürlich alle, dass wir Bielefeld klar schlagen werden. Aber das wäre der größte Fehler, den man machen kann. Das Spiel ist kein Selbstläufer, denn bei Zweitvertretungen weiß man nie, was kommt", sagt Dämgen, der als mahnendes Beispiel die 0:1-Heimniederlage von Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf II anführt.

Zurecht, denn als Fazit des glücklichen Sieges gegen Trier (so Dämgen) bleibt festzuhalten, dass beim WSV noch eine Menge zu tun ist. "Wir haben in der ersten Spielhälfte viele Bälle zu schnell verloren und zu viele Bälle auf Torhüter Samulewicz zurückgespielt. So denke ich natürlich nicht über Fußball. Ich will nicht immer den langen Ball. Aber es lag auch an den Trierer Spielern, die sehr präsent waren", sagt Dämgen, der die Moral seiner Mannschaft lobte. "Nach dem 2:2 hat jeder gedacht, dass wir das Spiel verlieren werden. Doch merkwürdigerweise haben wir dann befreiter aufgespielt als mit der 2:0-Führung."

Gegen Bielefeld werde sein Team nun mit frisch getanktem Selbstvertrauen ans Werk gehen. Mit den vom WSV in den vergangenen Jahren reichlich gesammelten schlechten Erfahrungen gegen Zweitvertretungen von Bundes- beziehungsweise Zweitligisten will sich Dämgen aber nicht beschäftigen. "Wir müssen in diesem Spiel erkennen lassen, was wir wollen. Aber das, ohne ins Verderben zu laufen." Klingt nach kontrollierter Offensive.

Das hat beim WSV wohl auch eher Seltenheitswert: Der 45-minütigen Laufeinheit der Rekonvaleszenten Erhan Zent und Jan Hammes am Samstag im Stadion schloss sich auch Trainer Michael Dämgen an. "Der Kontakt zu den Spielern ist mir wichtig, die Kommunikation muss stimmen. Zum anderen bin ich auch aus Eigennutz mitgelaufen", sagt Michael Dämgen.

Mit einem tollen Treffer war Jerome Assauer erfolgreich, der aber insgesamt nur wenige Chancen hatte. Gleiches galt für Bekim Kastrati. "Die Fußverletzung ist nicht das Problem. Er ist noch nicht so im Rhythmus. Er ackert aber und ist fleißig im Training. Er wird wieder treffen", sagt Dämgen.

Mithelfen beim ersten Heimsieg der Saison sollen aber auch die Zuschauer. "In Trier haben uns schon zahlreiche Fans unterstützt. Das war wichtig. Die Spieler brauchen eine gute Stimmung im Stadion."

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