Fußball: Der Regionalligist will am Sonntag in Wegberg unbedingt spielen. Heute gibt es eine Platzkommission.

Fußball: Der Regionalligist will am Sonntag in Wegberg unbedingt spielen. Heute gibt es eine Platzkommission.
Kevin Hagemann, der im Hinspiel gegen Wegberg zwei Tore zum 3:0-Sieg erzielte, fehlt weiter verletzt. Gerne würde der WSV mit ihm verlängern, doch die Vertragsverhandlungen ziehen sich hin. Archiv

Kevin Hagemann, der im Hinspiel gegen Wegberg zwei Tore zum 3:0-Sieg erzielte, fehlt weiter verletzt. Gerne würde der WSV mit ihm verlängern, doch die Vertragsverhandlungen ziehen sich hin. Archiv

Kurt Keil

Kevin Hagemann, der im Hinspiel gegen Wegberg zwei Tore zum 3:0-Sieg erzielte, fehlt weiter verletzt. Gerne würde der WSV mit ihm verlängern, doch die Vertragsverhandlungen ziehen sich hin. Archiv

Auch wenn es selbst bei günstigen Wetterverhältnissen nur noch zwei Spiele bis zur Winterpause sind, hat Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV die Trainingsintensität nach dem verlorenen Pokalspiel und dem ausgefallenen Essen-Knüller noch einmal hochgefahren. „Wir wollen am Sonntag auf jeden Fall spielen“, versichert Trainer Stefan Vollmerhausen vor der für 14 Uhr im Wegberger Waldstadion angesetzten Partie beim Tabellen-15. FC Wegberg-Beeck. Schließlich geht es nicht nur um drei Punkte, die dem WSV nach acht Siegen und jeweils fünf Unentschieden und fünf Niederlagen weiter ein gutes Gefühl in die am 16. Dezember beginnenden Pause mitgeben würden. „Natürlich ist uns auch daran gelegen, möglichst wenige Spiele ins neue Jahr zu verschieben, denn das bedeutet englische Wochen“, sagt Vollmerhausen. Bisher ist da schon die Nachholpartie gegen RWE, für die im engen Terminkalender noch ein Platz gefunden werden muss. „Es läuft wohl auf ein Spiel unter der Woche hinaus“, sagt Sportvorstand Manuel Bölstler.

Am Freitagnachmittag wird in Wegberg eine Platzkommission den Rasen begutachten. „Nach jetzigem Stand könnte gespielt werden, aber man muss abwarten, was an Niederschlägen kommt“, sagte am Donnerstag FC-Geschäftsführer Thomas Klingen.

Wegberg müsste am Sonntag mit dem gesperrten Torjäger Shpend Hasani Hasani (schon neun Treffer) auf einen wichtigen Mann verzichten. Der gut gestartete Aufsteiger, bei dem der vor der Saison gekommene Joshua Holtby (21) – Bruder von Profi Lewis Holtby – wohl der prominenteste Spieler ist, hat zu Hause mit Rödinghausen schon ein Spitzenteam geschlagen und Uerdingen in große Probleme gebracht, zuletzt aber sechs Spiele nicht gewonnen.

Stefan Vollmerhausen erwartet einen kompakt stehenden Gegner, der aber durchaus auch mitspielen will. Auch er hat personelle Probleme. Neben Kevin Hagemann, Silvio Pagano und André Mandt, die alle erst zum Trainingsstart im Januar wieder einsteigen sollen, litten mehrere Spieler unter muskulären Problemen. Dass zuletzt meist auf Kunstrasen trainiert werden konnte, wirkt sich da nicht gerade günstig aus.

Christopher Kramer und auch Gaetano Manno hätten gegen Essen definitiv nicht spielen können, sind aber wieder im Training. Auch Gino Windmüller klagt über muskuläre Probleme durch den ungewohnten Untergrund, sollte aber spielen können. Enger wird es bei Yassine Khadraoui (Zerrung). Kevin Pytlik fällt nach der fünften Gelben Karte definitiv aus, hätte aber ohnehin mit Adduktoren-Problemen nicht auflaufen können.

Unterdessen ist Sportvorstand Manuel Bölstler damit beschäftigt, den Kader in der Winterpause zu überarbeiten. Ein Spieler werde den Verein definitiv verlassen. Seinen Namen wollte er noch nicht nennen. In der nächsten Woche werde es wohl Klarheit darüber geben, wer eventuell noch wechseln könnte. Dass der WSV auch drei, vier neue Spieler dazu holen will, ist bekannt.

Vertragsverlängerung mit Kevin Hagemann zieht sich hin

Intensiv bemüht sich Manuel Bölstler außerdem um eine Verlängerung des Vertrags von Stürmer Kevin Hagemann über das Saisonende hinaus. „Er weiß, dass wir ihn unbedingt behalten wollen. Wir haben uns für ihn finanziell zur Decke gestreckt, aber die Verhandlungen gestalten sich schwierig“, sagt Bölstler. Woran das liegt, ließ er offen. Der WSV könne allerdings nicht ewig warten.

Hagemann selbst wollte dazu wenig sagen. „Der WSV kennt meinen Standpunkt. Wir sind in Gesprächen. Grundsätzlich fühle ich mich hier pudelwohl.“ Mit anderen Vereinen habe er sich nicht beschäftigt. „Momentan liegt mein Fokus darauf, bis Januar wieder gesund zu werden.“

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