Beim 13:0 (6:0)-Erfolg des Regionalligisten ist der Bezirksligist RWS Lohberg im Stadion am Zoo total überfordert.

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Kevin Hagemann stand in der Anfangsformation. Seine Dribbelkünste wird der WSV im Verlauf der Saison noch brauchen.

Kevin Hagemann stand in der Anfangsformation. Seine Dribbelkünste wird der WSV im Verlauf der Saison noch brauchen.

Kurt Keil

Kevin Hagemann stand in der Anfangsformation. Seine Dribbelkünste wird der WSV im Verlauf der Saison noch brauchen.

Vor dem Anpfiff bat ein Betreuer der Gäste aus Lohberg noch schnell um ein Erinnerungsfoto beider Mannschaften vor der Haupttribüne. „Bitte recht freundlich“ - hieß es dann aber schon nach drei Spielminuten, als der Regionalligist nach einer perfekten Flanke von Enes Topal und einen ebenso schönen Kopfball von Christopher Kramer in Führung ging. Kramer, der mit der Kapitänsbinde auflief, legte in der siebten Minute mit einem weiteren platzierten Kopfball zum 2:0 nach. Schon früh stand fest, dass die Gäste aus Lohberg am Mittwochabend im Stadion am Zoo nicht den Hauch einer Chance haben würden.

„Wir haben vor der Saison zehn Stammspieler an andere Vereine verloren“, verriet Lohbergs Vorsitzender Ali Acabuga vor der Partie gegenüber der WZ. Der Spielverlauf machte deutlich, dass er nicht tiefgestapelt hatte.

Auf Wuppertaler Seite brachte WSV-Trainer Christian Britscho mit Kamil Bednarski, Kevin Hagemann, Jan-Steffen Meier, Tom Meurer und Marco Cirillo eine Reihe von Spielern, die in den bisherigen Pflichtspielen noch gar nicht eingesetzt wurden, oder kaum Einsatzminuten hatten. Sie brachten Frische, Spielfreude und Torhunger mit.

Nach 25. Minuten machte Kramer seinen lupenreinen Hattrick zum 3:0 perfekt. Nach Flanke von Semir Saric gelang ihm wenig später sein dritter Kopfballtreffer – alle lehrbuchmäßig ins Eck und unhaltbar für den bedauernswerten Lohberger Keeper Kerem Yildiz, der allerdings seine Stärken auf der Linie zu haben scheint.

Der WSV spielte konzentriert nach vorne und verzichtete darauf, den Bezirksligisten vorzuführen. Weitere Tore waren jedoch nur eine Frage der Zeit. Über die rechte Seite stießen Enes Topal und Semir Saric immer wieder zur Grundlinie durch und suchten Kramer und Bednarski im Zentrum. Als Abwehrspieler wurde Topal in der Viererkette nicht gefordert. Aufgrund der Überlegenheit des WSV hielt sich die Aussagekraft der Leistungen auch seiner Mitspieler in Grenzen.

Kevin Hagemann wird behutsam aufgebaut

Viel lief vor der Pause über rechts, über die Tribünenseite, während von Kevin Hagemann über links zunächst weniger zwingende Aktionen ausgingen. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte kam er besser ins Spiel und deutete an, dass er den Kampf um die Stammplätze wieder aufgenommen hat. In einigen Szenen wurde allerdings auch deutlich, warum Christian Britscho seinen Dribbelkönig nach zwei langen Verletzungspausen noch ganz behutsam aufbaut.

Nach der Pause konnte es für die Spieler des WSV eigentlich nur noch darum gehen, die Partie ohne Blessuren zu überstehen und den eigenen Fans noch ein paar Treffer zu gönnen – ein jedes Tor Balsam auf die in Essen geschundene WSV-Seele. Kamil Bednarski zog mit seinem dritten und vierten Treffer zum 7:0 und 8:0 mit dem bereits zur Pause ausgewechselten Christopher Kramer gleich. Weil bei den Gästen nun auch die Kräfte merklich schwanden, fiel die Niederlage fast zwangsläufig zweistellig aus. Nun durften sich auch Saric und Cirillo in die Torschützenliste eintragen, während Bednarski mit seinem fünften und sechsten Treffer das Dutzend voll machte. Den Schlusspunkt zum 13:0-Endstand markierte dann wieder Semir Saric.

„Ich fand es gut, dass die Jungs nach dem 6:0 zur Pause weiter Dampf gemacht haben, das steckt in der Mannschaft drin“, sagte WSV-Trainer Christian Britscho. Am Samstag, 11. August, um 14 Uhr wartet auf den WSV im Stadion am Zoo im Punktspiel gegen den Aufsteiger SV Lippstadt 08 eine weitaus schwerere Aufgabe.

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