Union Berlin ist souveräner Tabellenführer. Vor dem Gastspiel im Stadion am Zoo (Sonntag, 14Uhr) warnt der Trainer aber vor dem WSV.

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Schon oft kreuzte Uwe Neuhaus (l.) – hier noch in Diensten von Rot-Weiß nach einer Partie mit WSV-Keeper Christian Maly – mit dem WSV die Klingen. In Wuppertal ging er meist leer aus. So zuletzt beim 3:4 mit seiner Union.

Schon oft kreuzte Uwe Neuhaus (l.) – hier noch in Diensten von Rot-Weiß nach einer Partie mit WSV-Keeper Christian Maly – mit dem WSV die Klingen. In Wuppertal ging er meist leer aus. So zuletzt beim 3:4 mit seiner Union.

Otto Krschak

Schon oft kreuzte Uwe Neuhaus (l.) – hier noch in Diensten von Rot-Weiß nach einer Partie mit WSV-Keeper Christian Maly – mit dem WSV die Klingen. In Wuppertal ging er meist leer aus. So zuletzt beim 3:4 mit seiner Union.

Wuppertal. Ob Rom, Madrid oder London - fast jede große europäische Hauptstadt ist auch eine Hochburg des Fußballs. Nur Deutschland war in dieser Hinsicht bisher eine Ausnahme, Berlin eine Diaspora. Doch das könnte sich in diesem Jahr ändern. Hertha BSC mischt an der Spitze der Bundesliga mit und Union steht als souveräner Tabellenführer der Dritten Liga vor dem Aufstieg. Am Sonntag geben die Unioner um 14 Uhr im Stadion am Zoo ihre Visitenkarte ab und dürften dem in Offenbach gut gestarteten Wuppertaler SV die derzeit wohl schwierigste Aufgabe stellen.

Erst zwei Niederlagen und die sicherste Abwehr

Die Konstanz der Köpenicker in dieser Saison ist beeindruckend. Nur zwei Niederlagen gab es in den bisherigen 22 Spielen. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, gar deren sechs auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz. Dazu haben die Mannen um Kapitän Daniel Schulz die beste Tordifferenz und die am schwersten zu überwindende Abwehr vorzuweisen. Doch angesichts solcher Zahlen sieht sich Trainer Uwe Neuhaus veranlasst, eine deutliche Warnung auszusprechen.

"Unser aktueller Tabellenplatz ist nur eine Momentaufnahme. Wir werden uns auf keinen Fall in Sicherheit wiegen. In der Hinrunde haben wir häufiger am Limit gespielt und dazu auch Glück gehabt, dass mir trotz zahlreicher Verletzter zumindest immer zwei Stürmer zur Verfügung standen, die dann auch meistens noch getroffen haben", sagt der 49-Jährige. Er versucht die Euphorie, die unter den Anhängern der "Eisernen" herrscht, etwas zu bremsen.

Dass der vor der Spielzeit nicht unbedingt erwartete große Wurf dennoch gelingen könnte, erscheint allerdings nicht unwahrscheinlich. Die Mannschaft verdient den Namen Team, ist taktisch diszipliniert und selbst mit dem erhobenen Zeigefinger rennt Uwe Neuhaus bei seinen Spielern offene Türen ein.

Viele Spieler mit Erst- und Zweitliga-Erfahrung

"Er hat Recht, es kann noch viel passieren. Wir haben noch gar nichts erreicht und müssen weitermachen wie bisher", sagt Stürmer Karim Benyamina. Der Deutsch-Algerier hat mit zwölf Treffern ein Drittel aller Saisontore der Köpenicker erzielt. Unter anderem mit Bemben, Younga-Mouhani, Gebhardt, Mattuschka und dem Ex-WSVer Hüseyfe Dogan verfügen die Berliner zudem über viele Spieler mit Zweit- oder sogar Erstliga-Erfahrung.

Neuhaus: Als Trainer und Spieler immer heiße Duelle in Wuppertal

Zum Spiel ist die Frühkasse auf dem Stadionvorplatz am Sonntag ab 10 Uhr geöffnet. Die übrigen Kassen öffnen um 12 Uhr.

Das Spiel des WSV bei Bremen II am 30. Spieltag ist jetzt für Sonntag, 5.April, 14 Uhr terminiert worden.

WSV-Fans, die am Sonntag nicht im Stadion sein können, erfahren alles Wissenswerte über das Spiel gegen Union Berlin am Liveticker der WZ im Internet. Ab 13.30 Uhr sind wir online

Neuhaus ist dennoch sicher, dass der Gang an die Wupper nicht einfach wird. "Ich kenne Uwe Fuchs lang genug, um zu wissen, dass er alles in Bewegung setzen wird, um erfolgreich zu sein. Wir sind auf jeden Fall gewarnt, zumal es gegen den Spitzenreiter jeder ganz besonders wissen will", sagt der gebürtige Hattinger, der mit Union noch nie gegen den WSV gewonnen hat. "Als Spieler und Trainer hatte ich in Wuppertal immer heiße Duelle. Das wird Sonntag nicht anders sein, aber es ist an der Zeit, meine Negativ-Serie zu beenden." Damit Berlin bald in einem Atemzug mit Rom, Madrid und London genannt wird.

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