3.Liga: Mit 0:2 (0:0) unterliegen die Wuppertaler im Kellerduell in Burghausen.

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Die Sekunde der Entscheidung: Christian Maly streckt sich vergeblich nach dem von Michael Lejan abgefälschten Ball.

Die Sekunde der Entscheidung: Christian Maly streckt sich vergeblich nach dem von Michael Lejan abgefälschten Ball.

Butzhammer

Die Sekunde der Entscheidung: Christian Maly streckt sich vergeblich nach dem von Michael Lejan abgefälschten Ball.

Wuppertal. Die Statistik spricht Bände. Nur 20 Treffer hat der WSV bisher in 23 Spielen erzielt. Beim 0:2 (0:0) in Burghausen scheiterte der WSV erneut an der mangelhaften Chancenverwertung.

Doch es gab eine Reihe weiterer Gründe für den bösen Rückschlag im Abstiegskampf. Weder eine schlechte Schiedsrichterleistung noch die weite Anreise noch die Platzverhältnisse dürfen als Entschuldigung gelten. Und vielleicht saß gerade deshalb die Enttäuschung bei WSV-Trainer Uwe Fuchs nach dem Abpfiff besonders tief. Die drei Punkte hatte der WSV gegen einen schlagbaren Gegner liegen gelassen.

Wacker hatte zwar ein bisschen mehr Glück als die Wuppertaler, wie Burghausens Trainer Günter Güttler nach dem Spiel bestätigte, bewies aber beim Treffer zum 2:0 durch Cappek auch die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die Marcel Reichwein, Tobias Damm oder der eingewechselte Steve Müller in einigen Szenen vermissen ließen.

"Wir hatten uns auf ein Zermürbungsspiel eingestellt. In solchen Spielen geht es nur über das Durchsetzungsvermögen und den Behauptungswillen am Ball. Einige Spieler sind da zu locker rangegangen", kritisierte Fuchs. Mit der gleichen Anfangsformation wie in Offenbach wollte der WSV auftrumpfen, doch in Burghausen fehlten Tempo und Passgenauigkeit, um Wacker auf Dauer unter Druck zu setzen.

Personelle Veränderungen für das Nachholspiel gegen den VfB Stuttgart II zeichnen sich deshalb ab. Als Alternativen drängen sich mit Steve Müller, Michael Stuckmann und Sven Lintjens gleich drei Mittelfeldspieler auf. Doch der sichtlich enttäuschte WSV-Trainer warnte in der ersten Analyse vor Schnellschüssen. "Da müssen wir alle erst einmal eine Nacht drüber schlafen. Wir wissen um die Bedeutung dieser Niederlage. Im nächsten Abstiegsendspiel am Mittwoch müssen wir jetzt punkten."

Überragend: -

Gut: -

Zufriedenstellend: Maly, Neppe, Fischer, Schäfer, Damm

Enttäuschend: Lejan, Hammes, Lorenzón, Jerat, Altin, Reichwein

Riemann - Lastovka, Hertl, Matiasovits, Böcher - R.Schmidt (78. Bonimeier) - Mitterhuber, Schultz (88. Wolf), Grübl - Cappek, Calamita (65. Kurz)

Maly - Neppe, Fischer, Schäfer, Lejan - Lorenzón, Jerat, Hammes (77. Stuckmann), Altin (60. Müller) - Reichwein (60. Heinzmann), Damm

Tore: 1:0 (51.) Lejan (ET); 2:0 (75.) Cappek

Gelb: Schmidt, Bonimeier/Fischer

Gelb/Rot: Grübl (84.)

Zuschauer: 2200

Schiedsrichter: Kempter

Wenn der WSV nicht schon vorzeitig den Kontakt zum rettenden Ufer verlieren will, dann muss am Mittwoch im Nachholspiel gegen den VfB Stuttgart II (Anstoß 19 Uhr) im Stadion am Zoo gepunktet werden. Die Lage könnte sich bis dahin weiter zuspitzen, denn bereits morgen treffen in Bremen mit Werder Bremen II und Jahn Regensburg zwei Kellerkinder im direkten Duell aufeinander. (ab)

Schon früh hatte sich in dem zerfahrenen Spiel abgezeichnet, dass der erste Treffer spielentscheidende Bedeutung haben würde. Vor der Pause hätte das Pendel in Richtung WSV ausschlagen müssen, aber Marcel Reichwein scheiterte nach Zuspiel von Tobias Damm am starken Wacker-Keeper Manuel Riemann. Bei der anschließenden Ecke wurde der Drehschuss von Nils Fischer noch von der Linie gekratzt.

Pech hatte der WSV beim ersten Gegentreffer. Einen Freistoß von Hertl lenkte Michael Lejan ins eigene Tor. "Ich bin mit meinem Gegenspieler zum Kopfball hochgestiegen. Und dann habe ich den Ball mit den wenigen Haaren, die mir noch geblieben sind, erwischt. Ich kann nicht sagen, ob der Ball auch so reingegangen wäre", beschrieb Lejan die vorentscheidende Szene der Partie.

Erst nach dem Gegentreffer zum 0:2, den Mitja Schäfer, Victor Hugo Lorenzón und Nils Fischer bei einem Angriff über die linke Abwehrseite nicht verhindern konnten, läutete der WSV die Schlussoffensive ein. Bezeichnend, dass die Wuppertaler selbst in Überzahl nach der gelb-roten Karte von Markus Grübl (83.) leer ausgingen und bis zum Abpfiff weitere gute Chancen vergaben.

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