Niederrhein-Pokal: In einem packenden Halbfinale unterlag Drittliga-Absteiger WSV in Essen mit 2:3 und ist am Boden zerstört.

Kapitän Karsten Fischer hatte mit einem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, danach hatte der WSV lange Oberwasser.
Kapitän Karsten Fischer hatte mit einem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, danach hatte der WSV lange Oberwasser.

Kapitän Karsten Fischer hatte mit einem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, danach hatte der WSV lange Oberwasser.

Otto Krschak

Kapitän Karsten Fischer hatte mit einem Traumtor zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen, danach hatte der WSV lange Oberwasser.

Essen. Eine ganz bittere Saison endet für den WSV mit einer ganz bitteren Pokalniederlage. Mit 2:3 (1:1) scheidet der Noch-Drittligist beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen aus dem Niederrhein-Pokal aus und verspielt die Chance, auf den Einzug in die DFB-Hauptrunde. Es war gestern Abend ein packendes Pokalspiel an der Hafenstraße, das zumindest Appetit auf die Derbys in der kommenden Regionalligasaison gemacht hat. Extrem ärgerlich, dass das Spiel durch zwei höchst unglückliche Abwehraktionen des WSV entschieden wurde.

Fatal war das Eigentor von Ken Asaeda (57.) zum 1:2, das den zu diesem Zeitpunkt klar stärkeren WSV aus dem Konzept brachte. Bei dem entscheidenden Treffer durch Mike Wunderlich (75.) zum 1:3 machte WSV-Keeper Sascha Samulewicz keine gute Figur, als er den Ball auf dem nassen Rasen ins Eck rutschen ließ.

Über weite Strecken der ersten Spielhälfte hatte es danach ausgesehen, als würde sich der WSV vor 6141 Zuschauern sang- und klanglos in die Sommerpause verabschieden. Doch dann weckte ein Traumtor von Kapitän Karsten Fischer (35.) die Lebensgeister. Fischer schlenzte den Ball aus 18 Metern exakt in den Torwinkel, und dies schien seine Mitspieler daran zu erinnern, dass sie nicht nur rennen und kämpfen können, sondern trotz des Abstiegs aus der 3. Liga auch in der Lage sind, ansehnlichen Fußball zu spielen. Danach hatte es in der Anfangsphase ganz und gar nicht ausgesehen. Sebastian Stachnik vollendete eine Kopfballstafette zum 1:0 (6.), und Essen war ganz klar der Chef im eigenen Haus. Zumindest weitere Großchancen ließ der WSV in dieser schwachen Phase nicht mehr zu.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte überschlugen sich die Ereignisse in einem nun packenden Pokalspiel. Vier, fünf Riesenchancen hatte zunächst der WSV. Die dickste vergab Daniel Keita-Ruel aus drei Metern vor RWE-Keeper André Maczkowiak. RWE konnte sich befreien und kam zu einem Eckball, der die glückliche Führung für die Gastgeber brachte. Glücklich, weil Ken Asaeda (57.) ein unglaubliches Eigentor unterlief. Bei einer verunglückten Abwehraktion bugsierte er den Ball am kurzen Pfosten mit der Hand unhaltbar für Sascha Samulewicz unter die Latte. Der WSV war geschockt, und RWE sofort wieder am Drücker. Mike Wunderlich legte zum 3:1 nach. Der WSV kam zwar noch einmal durch Marvin Braun (82.) zum Anschluss, doch es reichte nicht, um die Saison wenigstens noch um 30 Minuten zu verlängern.

Vierte Liga, Pokalaus - der WSV hat seinen vorläufigen sportlichen Tiefpunkt erreicht.

Maczkowiak - Broniszewski, Herzig, Bührer, Wunderlich (88. Kurth), Stachnik (83. Heinzmann), Mainka, Zinke, Quedraogo (59. Chitsulo), Bendovskyi, Brauer

Samulewicz - Neppe (78. Dressler), Schäfer, Lorenz, Neunaber - Fischer, Weikl, Bernhardt (84. Schröder), Asaeda (70. Uca) - Braun, Keita-Ruel

1:0 (6.) Stachnik; 1:1 (35.) Fischer; 2:1 (57.) Asaeda (Eigentor), 3:1 (75.) Wunderlich, 3:2 (82.) Braun

überragend: Weikl, Fischer, Lorenz, Schäfer
zufriedenstellend: Samulewicz, Neppe, Neunaber, Bernhardt, Asaeda, Braun, Keita-Ruel
enttäuschend: -

Das Spiel zum Nachlesen gibt es hier im Liveticker.

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