Mit einem Heimsieg gegen Rödinghausen könnte der WSV am Freitagabend Tabellenführer werden. Doch der Gast ist ambitioniert.

Personell kann der WSV aus dem Vollen schöpfen. Auch Tristan Duschke meldet sich trotz Platzwunde aus dem Verl-Spiel einsatzklar.
Personell kann der WSV aus dem Vollen schöpfen. Auch Tristan Duschke meldet sich trotz Platzwunde aus dem Verl-Spiel einsatzklar.

Personell kann der WSV aus dem Vollen schöpfen. Auch Tristan Duschke meldet sich trotz Platzwunde aus dem Verl-Spiel einsatzklar.

Andreas Fischer

Personell kann der WSV aus dem Vollen schöpfen. Auch Tristan Duschke meldet sich trotz Platzwunde aus dem Verl-Spiel einsatzklar.

Wuppertal. „Tabellenführer Wuppertaler SV“ - das hört sich gut an. Nachdem man in dieser Saison mit dem 0:0 gegen Rhynern und gegen Wattenscheid bereits zweimal die Chance verpasst hatte, könnte es am Freitagabend sozusagen im dritten Anlauf erstmals so weit sein. Vorausgesetzt der WSV besiegt den SV Rödinghausen, der ab 19.30 Uhr im Stadion am Zoo zu Gast ist.

Thematisiert hat WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen diese mögliche Momentaufnahme gegenüber der Mannschaft nicht, sagte aber auch: „Unser Ziel sind drei Punkte. Wenn das die Tabellenführung für diesen Abend mit sich bringt, wäre das ein schöner Nebeneffekt. Und natürlich können meine Jungs auch die Tabelle lesen.“

Doch einfach dürfte das nicht werden, zumal Vollmerhausen nach dem 5:1 gegen Verl auch die schwächere erste Halbzeit klar angesprochen hatte, selbst wenn diese durch das frühe Gegentor und die Verletzung von Tristan Duschke ungünstig beeinflusst worden sei. Und Rödinghausen ist bei weitem nicht so provinziell, wie der Name des 10.000-Seelen-Örtchens hinter Bielefeld, es auszudrücken scheint. Dahinter steckt die Finanzkraft von Küchenmogul Horst Finkemeyer und eine planvolle Arbeit, die den Verein von 2010 bis 2014 aus der Kreisliga in die Regionalliga geführt hat.

Mit Ex-WSVer Daniel Flottmann, Kelvin Lunga (Bonn), Simon Engelmann (RWO) und Daniel Latkowski (Wiedenbrück) hat die Mannschaft von Trainer Alfred Nijhuis noch einmal aufgerüstet. „Da waren durchaus Spieler dabei, die wir auch gerne hier gesehen hätten, die für uns aber nicht realisierbar waren“, sagt Vollmerhausen mit Hinweis auf die Finanzkraft der Ostwestfalen.

Er erwartet eine spiel- und offensivstarke Mannschaft, die unter anderem Meisterschaftsfavorit Viktoria Köln die bisher einzige Niederlage zugefügt hat, in der Abwehr allerdings noch Probleme zu haben scheint. Die bereits 14 Gegentore aus sieben Spielen wurmen Ex-Profi Nijhuis natürlich. „Der WSV hat bisher nur drei kassiert. Wir müssen fokussiert sein und sehr gut arbeiten, um hinten sicher zu stehen und vorne unsere Chancen zu nutzen. Gegen diese Abwehr werden wir wahrscheinlich nicht sehr viele davon bekommen“, sagte der 51-jährige Niederländer auf der Rödinghauser Trainerbank vor dem Auftritt am Freitag. „Die Räume für den Gegner eng machen und dann Räume, die sich vielleicht für uns ergeben, nutzen“, lautet auch der Plan von Gegenüber Vollmerhausen. Er will sich auf keinen Fall auf einen offenen Schlagabtausch einlassen. „Da könnte dann auch Geduld gefragt sein.“

Vorfreude WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler begrüßt die Bestrebungen des DFB, die Aufstiegsregelung in den fünf Regionalligen zu reformieren. Dass die Meister bisher noch Aufstiegsspiele machen müssen, ist allen Regionalligisten seit der Erweiterung von drei auf fünf Staffeln ein Dorn im Auge. „Es ist absolut positiv zu bewerten, dass der DFB hier zur Saison 2018/19 etwas machen will. Ich hatte nicht so schnell damit gerechnet so Bölstler. „Wir wollen irgendwann hoch, deshalb muss der Modus so sein, dass der Meister aufsteigt.“

Modelle Zu einzelnen Modellen, die diskutiert werden, will Bölstler nicht spekulieren. Eines spricht von fünf Auf- und Absteigern und einer Aufstockung der 3. Liga auf 22 Mannschaften. Ein anderes von vier Aufsteigern, wobei rollierend die Meister aus zwei Regionalliga-Staffeln noch den vierten Platz ausspielen. Bölstler: „Nächste Woche gibt es einen Info-Abend in Duisburg, ich hoffe, dass viele Regionalliga-Vertreter da sind

Personell kann er auf alle Spieler seines Kaders zurückgreifen. Auch Tristan Duschke, der gegen Verl eine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, habe wieder normal trainiert und „die Zähne zusammengebissen.“ Von einer Stammformation will Vollmerhausen nicht sprechen, auch wenn er zuletzt oft mit ähnlicher Aufstellung hatte spielen lassen.

Erfreulich zu sehen ist auf jeden Fall, dass auch Kapitän Gaetano Manno immer besser in Schwung kommt und gegen Verl Selbstvertrauen tanken konnte – nicht nur durch sein Tor. „Die Flanke zum Kopfballtor von Kevin Hagemann war mir noch wichtiger“, verriet Manno nachher. In jedem Fall war beides Werbung für den Freitagabend gewesen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer