Im ersten Testspiel in Belek unterliegt der Drittligist dem FSV Frankfurt mit 1:2.

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Tim Jerat (r.) erzielte gestern Abend für den WSV den einzigen Treffer gegen den FSV Frankfurt.

Tim Jerat (r.) erzielte gestern Abend für den WSV den einzigen Treffer gegen den FSV Frankfurt.

Claus Büttner-Wobst

Tim Jerat (r.) erzielte gestern Abend für den WSV den einzigen Treffer gegen den FSV Frankfurt.

Belek. Beim ersten Testspiel im Wintertrainingslager Belek nahm WSV-Trainer Uwe Fuchs einen ungewohnten Platz auf der kleinen Tribüne ein, um sich einen guten Überblick zu verschaffen. Eine gute Wahl, ihm dürften noch einige markante Fehler und Schwächen seiner Mannschaft bei der 1:2 (0:2)-Niederlage gegen den Zweitligisten FSV Frankfurt aufgefallen sein.

Das Spiel begann auf beiden Seiten mit hohem Tempo, und da war der WSV dem druckvollen Pressing der Frankfurter nicht gewachsen. Die neuformierte Innenverteidigung mit Michael Stuckmann und Nils Fischer wackelte und leitete mit Ballverlusten die Gegentreffer ein. Doch auch im Aufbauspiel nach vorne lief noch längst nicht alles rund. Erst Mitte der ersten Halbzeit hatte sich der WSV der Schlagzahl des Zweitligisten angepasst und kam zu ersten Torchancen durch Marcel Reichwein (22.), Tobias Damm (38.) und Mike Rietpietsch (42.).

Vieles lief beim WSV über die rechte Seite. Zwingend waren die meisten Kombinationen aber nicht. "Auffällig war für mich nur der, der noch gar nicht zum WSV gehört", sagte WSV-Präsident Friedhelm Runge. Gemeint war Steve Müller, der auf der rechten Mittelfeldseite zumindest mit Marco Neppe einige Akzente setzen konnte. Runge und Müller führten am Morgen ein erstes Gespräch, die Entscheidung über eine längerfristige Verpflichtung soll am Ende des Trainingslagers fallen.

Die Anfangsformation des WSV hatte sich nach den bisherigen Trainingsleistungen in Belek deutlich abgezeichnet. Doch im Wettkampf erwies sich das von Fuchs ausgearbeitete Konzept noch nicht als gefestigt.

Die zweite Halbzeit stand im Zeichen der üblichen Wechsel bei Testspielen. Für Jan Hammes kam Victor Hugo Lorenzón in die Partie, der auf die Position von Tim Jerat wechselte. Jerat rückte auf die linke Seite und fädelte mit Michael Lejan nun einige gefährliche Angriffe ein.

Maly; Lejan (62. Markolf), Stuckmann (62. Barg), Fischer (62. Willers), Neppe (62. Weikl); Jerat, Hammes (46. Lorenzón), Müller, Rietpietsch (62. Altin); Reichwein (62. Erfen), Damm (62. Mahrt)

Klandt; Weißenfeldt, Klitzpera, Husterer, Noll; Youssef Mokhtari, Barletta, Mikolajczak, Kreuz; Blizniuk, Bencik

0:1 Kreuz (13.), 0:2 Bencik (19.), 1:2 Jerat (89.)

Acht neue Spieler auf beiden Seiten kamen nach einer Stunde ins Spiel. Dass Tim Erfen und Christopher Mahrt das Sturmduo bildeten zeigt, wie dünn der WSV nach der Verletzung von Dirk Heinzmann im Angriff besetzt ist. Müller deutete auf der rechten Außenverteidiger-Position seine Vielseitigkeit an. Versöhnlicher Abschluss für den WSV: Tim Jerat zirkelte einen Freistoß kurz vor dem Abpfiff in den Torwinkel. Die Manöverkritik nach dem Spiel fiel sachlich aus. Fuchs: "Wichtig ist, dass wir uns reingekämpft haben. Von dem Videomitschnitt interessieren mich nur die ersten 20 Minuten. Da hat man bei uns eine gewisse Müdigkeit gesehen und damit verbundene Konzentrationsfehler." WSV-Sportdirektor Carsten Pröpper sprach ebenfalls von einem guten Test gegen einen starken Gegner. "Die haben gut gestaffelt gespielt. Trotzdem haben wir nachher gut mitgehalten."

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