Trainer Bruns wischt Kritik fort, bei der Pokalpleite nicht gleich die stärkste Elf aufgeboten zu haben.

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Der WSV (hier Marco Quotschalla gegen Andreas Kohlhaas) mühte sich kläglich in Remscheid.

Der WSV (hier Marco Quotschalla gegen Andreas Kohlhaas) mühte sich kläglich in Remscheid.

Kurt Keil

Der WSV (hier Marco Quotschalla gegen Andreas Kohlhaas) mühte sich kläglich in Remscheid.

Wuppertal. Schlecht habe er geschlafen, gestand Hans-Günter Bruns am Mittwoch ein. Die Pokalpleite in Remscheid vom Dienstagabend lief dem WSV-Trainer in der Nacht über die Bettdecke.

Und auch am Mittwoch war der Rauch des Zorns noch nicht verzogen. „Ich kann mit Niederlagen umgehen, aber wenn man aufgrund von Überheblichkeit und mangelnder Einstellung scheitert, dann tut das weh.“

Bruns hatte unmittelbar nach dem Debakel Konsequenzen für seine Spieler angedroht. „Wie die aussehen werden, dazu werde ich mich nicht äußern. Es gibt Grenzen – und die wurden in Remscheid überschritten“, so Bruns.

Beim Nachmittagstraining habe er jedenfalls nicht die Medizinbälle herausgeholt. „Nein, es war eine ganz normale Trainingseinheit. Aber richtig ist, dass sich der schon mal übliche Flachs unter den Spielern super in Grenzen gehalten hat.“

WSV nicht zum ersten Mal bei einem unterklassigen Verein gescheitert

Was Bruns besonders ärgert, ist die Tatsache, dass es im Vorfeld überhaupt keine Anhaltspunkte für solch eine katastrophale Leistung gegeben habe. Alle Spieler hätten bisher super mitgezogen. „Ich konnte gar nicht glauben, was da auf dem Rasen geschah.“

Kritik, dass er gegen den FCR nicht gleich mit der Stammelf habe beginnen lassen, wischt Bruns fort. „Das ist dummes Zeug. Auf dem Platz war eine gestandene Regionalliga-Mannschaft, die in der Lage sein muss, einen Landesligisten zu schlagen“, so Bruns. „Wir haben auch in der Vorbereitung Landesligisten mit 9:0 oder 10:0 geschlagen.“

Offensichtlich eine klare Fehleinschätzung. Aus seiner Pokalhistorie heraus, in der es zahlreiche Pleiten gegen unterklassige Gegner gab, hat der WSV nichts gelernt. Am Dienstag wurden beispielsweise Erinnerungen an die Niederlage beim SC Düsseldorf-West von 2007 unter der Regie von Trainer Wolfgang Jerat wach. Und in der vergangenen Pokalsaison scheiterte der WSV an der allerdings deutlich spielstärkeren TuRU aus Düsseldorf.

Der WSV ist scheinbar doch noch nicht so weit, wie es sich viele Beobachter und auch die WSV-Offiziellen wünschen. Bedenklich, dass die Mannschaft nicht in der Lage war, einen biederen Gegner spielerisch zu beherrschen.

Bruns äußert sich nicht zu einzelnen Spielern in der Öffentlichkeit

Zu einzelnen Spielern wollte sich Bruns am Mittwoch nicht äußern. „Ich haue grundsätzlich niemanden öffentlich in die Pfanne.“ Klar ist aber, dass beispielsweise Neuzugang Robert Mainka derzeit völlig abtaucht und dem Spiel keinerlei Impulse geben kann. „Mir fallen acht Spieler ein, die neben sich standen“, sagt Bruns.

Er schloss nicht aus, dass sich die Pokalpleite auch auf die Aufstellung für das nächste Meisterschaftsspiel morgen in Hüls auswirken wird.

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