Dreispringer Charles Friedek kam zum Auftakt.

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Charles Friedek, Weltmeister 1999, schaut Uwe Fuchs bei der Trainingsarbeit über die Schulter.

Charles Friedek, Weltmeister 1999, schaut Uwe Fuchs bei der Trainingsarbeit über die Schulter.

Andreas Fischer

Charles Friedek, Weltmeister 1999, schaut Uwe Fuchs bei der Trainingsarbeit über die Schulter.

Wuppertal. Den Strafraum des WSV hätte er in seiner aktiven Zeit locker in drei Sprüngen durchquert, denn mit großen Sprüngen ist Dreispringer Charles Friedek 1999 Weltmeister in der Leichtathletik geworden. 17,59 Meter lautete seine Siegerweite. Beim WuppertalerSV setzt Friedek zum nächsten Karrieresprung an.

"Nach dem Ende meiner aktiven Laufbahn will ich mich nun in anderen Sportarten umschauen. Der WSV ist die erste Station. Vielleicht werde ich später als Konditionstrainer arbeiten.

Der Kontakt zu Uwe Fuchs kam über einen gemeinsamen Freund zustande", sagt Charles Friedek, der zunächst für eine Woche ein Praktikum absolvieren wird. Möglicherweise wird er aber auch mit ins Trainingslager in die Türkei fliegen.

Montagmorgen erlebte der beste deutsche Dreispringer aller Zeiten zum Trainingsauftakt des WSV nach der Winterpause eine eher untypische Trainingseinheit mit.

Weil alle Fußballplätze in Wuppertal tief verschneit sind, schlüpft der Drittligist in dieser Woche bei Hako-Sport in Vohwinkel unter das warme Hallendach. Bis auf Sven Lintjens, der noch vier bis sechs Wochen für das Aufbautraining benötigt, war der Kader am Morgen komplett.

Auch Marvin Braun, dessen langwierige Rückenverletzung überwunden ist, scheute den Einsatz auf dem harten Kunstrasen nicht. Von Braun erwartet Uwe Fuchs, dass er den Kampf um die Stammplätze im Offensivbereich zusätzlich anheizt.

Fuchs schließt aktuell nicht aus, dass zusätzlich ein Testspieler mit ins Trainingslager reisen wird, der seine Stärken im rechten, offensiven Mittelfeld hat. Außerdem hat Fuchs einen talentierten U23-Auswahlspieler im Blick, der in Diensten eines Bundesligisten steht und dessen Aussichten für die Rückrunde dort nicht vielversprechend sind. Ein ähnlicher Fall war im Vorjahr Innenverteidiger Nils Fischer, der sich für den WSV zum Glücksfall entwickelte.

Große Sprünge standen für die Spieler beim Training unter Anleitung von Thomas Stickroth, der das kontrollierte Passspiel üben ließ, und von Konditionstrainer Thomas Ediger am Montag nicht auf dem Programm. Leichtathletiktrainer Ediger hatte ein Zirkeltraining aufgebaut, dessen Ablauf Charles Friedek besonders interessiert verfolgte.

Uwe Fuchs freut sich über den prominenten Trainingsgast und hofft, dass sich die Spieler dessen Einstellung zum Vorbild nehmen. Schließlich war Friedek nicht nur für seine Sprünge, sondern auch für Biss und Kampfgeist bekannt. Und das auch in Zeiten, wenn es für ihn einmal nicht nach Maß lief.

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