WSV-Präsident Friedhelm Runge sucht Hilfe von außen.

Wuppertal. Präsident Friedhelm Runge ließ es sich vor der ersten Trainingseinheit von Peter Radojewski nicht nehmen, die versammelte Mannschaft in der Kabine zu begrüßen. Welche Perspektiven er der Mannschaft eingeräumt habe? „Jetzt habe ich erst einmal das Recht, dass die Leute mir zeigen, dass sie ihren Job ernst nehmen und es wert sind, das rot-blaue Trikot zu tragen“, sagte Runge der WZ. Er habe in der Hinrunde alle Trainerwünsche erfüllt und sei weiter von der Qualität der Mannschaft überzeugt.

Dass er dennoch weiter darauf hoffe, dass noch der eine oder andere seinen Vertrag auflöst und eine noch stärkere Verzahnung mit der zweiten Mannschaft angestrebt werde, habe eine wirtschaftliche und eine sportliche Komponente. Wirtschaftlich gelte es, Kosten zu senken, nachdem Aufwand und Ertrag in der Vorrunde in keinem Verhältnis gestanden hätten. Sportlich hätten dann eben andere Leute die Chance, zu zeigen, dass sie in der Lage seien, die frei werdende Position einzunehmen.

Eine Perspektive für die Zukunft des WSV über das Saisonende hinaus nannte Runge: „Ich werde zunächst einmal einen Lizenzantrag für die Regionalliga stellen.“ Er werde weiter intensiv um Hilfe von außen werben, gehe aber derzeit nicht davon aus, dass er die in Wuppertal finde. „Ich habe alles versucht, den Verein zu öffnen. Wenn Hilfe kommt, dann von außen. Darum bemühe ich mich, das wird aber vielleicht nicht so kurzfristig gehen“, begründete Runge, warum er zunächst einen Lizenzantrag stellen werde, um später noch entscheiden zu können.

„Mein Ziel ist es, dass der WSV auch nach mir weiter existiert“, sagte Runge, der sich noch nicht dazu äußern wollte, ob er für eine weitere Amtszeit als Präsident zur Verfügung stehe.

Zudem erläuterte er, warum er auf die Bezeichnung Interimstrainer für den Übungsleiter für die Rückrunde wert lege: „Das bedeutet, dass jemand eine Mannschaft in einer Situation übernimmt, die nicht planbar ist, aber dass er auch befähigt ist, Cheftrainer zu werden.“ Bei Jörg Jung habe ihm dieser Beweis nach vier Unentschieden in seiner Zeit noch gefehlt.

„Es hat sich ja nicht viel geändert nach Hans-Günter Bruns, deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es nicht nur am damaligen Cheftrainer gelegen hat.“ Er habe mit Jung als Interimstrainer weitermachen wollen. Damit sei die Sache für ihn geklärt gewesen. Dass Jung das auch öffentlich nicht so gesehen habe, war für den Präsidenten ein rotes Tuch. „Der WSV lässt sich nicht vorschreiben, ob jetzt Chef-Trainer oder nicht.“ gh

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