Friedhelm Runge fordert die Stadt und die heimische Wirtschaft zum Bekenntnis für den Werbeträger Wuppertaler SV auf.

Friedhelm Runge sieht seinen Verein in einer ernsten Lage und appelliert an Stadt und Wirtschaft, sich für den WSV stark zu machen.
Friedhelm Runge sieht seinen Verein in einer ernsten Lage und appelliert an Stadt und Wirtschaft, sich für den WSV stark zu machen.

Friedhelm Runge sieht seinen Verein in einer ernsten Lage und appelliert an Stadt und Wirtschaft, sich für den WSV stark zu machen.

Uwe Schinkel

Friedhelm Runge sieht seinen Verein in einer ernsten Lage und appelliert an Stadt und Wirtschaft, sich für den WSV stark zu machen.

Wuppertal. In welcher Liga spielt der Wuppertaler SV in der kommenden Saison? Auch zwei Tage nach dem sportlichen Klassenerhalt in der 3. Liga konnte oder wollte WSV-Präsident Friedhelm Runge diese Frage nicht beantworten. Den freiwilligen Gang in die NRW-Liga (5. Spielklasse) schließt Runge nicht aus, weil er "einfach keine Lust auf einen aussichtslosen Abstiegskampf in der kommenden Saison" hat. "Wir müssen jetzt Zeichen von der ganzen Stadt bekommen, dass sie sich zum WSV bekennt", sagt Runge.

Ohne neue Sponsoren und die Unterstützung aus der Politik sei das Wirtschaftsunternehmen Wuppertaler SV sportlich nicht konkurrenzfähig in der 3. Liga. "Bei einem Etat von 3,6 Millionen Euro mussten wir 675.000 Euro Steuern zahlen, 300.000 gehen an die Berufsgenossenschaft und 270.000 bringen wir an Sozialabgaben auf. Dazu kommen Reisekosten und vieles mehr. Es ist nicht so, dass überbezahlte Spieler auflaufen. Doch um Talente wie zum Beispiel Nils Fischer zu halten, muss man ihnen auch eine sportliche Perspektive geben. Und die können wir zurzeit nicht bieten."

Der WSV in der Schwebe - doch unter Zeitdruck sehen sich Runge und sein Stellvertreter Harald Hübener offiziell noch nicht. Schließlich könne man den Lizenzantrag für die 3. Liga noch zurückziehen. Dass der WSV trotzdem die Vorbereitungen für die kommende Drittligasaison vorantreibt, so zum Beispiel die Vertragsverhandlungen mit Trainer Uwe Fuchs, macht deutlich, dass man sich selbst im Schwebezustand alle Türen offenhält.
Doch wie könnte ein Ausweg aussehen, um den Etat auf die angepeilten fünf Millionen Euro aufzubessern?

Generell erhofft sich Runge zum Beispiel ein größeres Engagement der städtischen Tochterunternehmen, wie WSW und AWG. Seit Jahren ist die Präsidentenfirma Emka einziger Großsponsor. Ein neuer Trikotpartner wäre mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mit der Gründung der Faninitiative "Ein Dach für die Nord" gibt es zudem einen positiven Ansatz, was die Situation im Stadion Zoo betrifft. So wollen die Fans einen Verein gründen, dessen Ziel die Bedachung der Fankurve ist. Doch würde sich dieser Einsatz auch für die fünfte Liga lohnen?

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