WSV - TSG Sprockhövel
Kevin Prytik (li.) und Yordi Teijsse (mi.) im Kopfballduell.

Kevin Prytik (li.) und Yordi Teijsse (mi.) im Kopfballduell.

Fischer, Andreas (f22)

Kevin Prytik (li.) und Yordi Teijsse (mi.) im Kopfballduell.

Wuppertal. Das darf nicht wahr sein! Auch gegen das bisherige Schlusslicht Sprockhövel konnte der Wuppertaler SV am Freitagbend seine Misserfolgsserie nicht beenden. Durch das 0:1, das die Gastgeber kurz vor Schluss etwas unglücklich kassierten, war es für den WSV bereits die siebte Niederlage in Folge, inklusive Pokalspiel. Offiziell  2390 Zuschauer im Stadion am Zoo (gezählt werden auch die Dauerkarteninhaber, faktisch waren es weniger)  ertrugen die erneut schwache Leistung ihrer Mannschaft lange mit viel Geduld und Aufmunterung. Dabei hatte der WSV sogar noch einige hochkarätige Chancen, die er aber nicht verwerten konnte.  So verpassten die Wuppertaler, zumindest rein rechnerisch, den Klassenerhalt endgültig festzumachen. An dem zweifelt bei bereits 40 Punkten freilich auch niemand mehr ernsthaft. Zumal auch Schalke II gestern mit 1:2 in Ahlen verlor und weiter elf Punkte Rückstand auf den WSV hat - aber nur noch vier Spiele.  

Dabei waren beim WSV mit Kevin Pytik (nach Gelbsperre) und Mittelstürmer Yordi Teijsse zwei wichtige Spieler zurück in die Startelf gekommen. Sicher wäre es einfacher geworden, hätte Kapitän Gaetano Manno nach sechs Minuten und herrlichem Pass in die Schnittstelle nicht freistehend den Nebenmann gesucht, statt selbst anzuschließen. Sein Pass zwischen Yordi Teijjsse und Andreas Ivan geriet etwas zu ungenau, ein Sprockhöveler bekam noch den Fuß dazwischen, als Ivan einschieben wollte.

Manno ist wiederholt der Pechvogel

Manno blieb der Pechvogel, als er nach 25 Minuten, erneut allein aufs Tor zulaufend, den Ball neben den Pfosten setzte. Zwischendurch hatte Sprockhövels Torjäger Christopher Antwi-Adjej seine Gefährlichkeit angedeutet. Nach schöner Kombination verfehlte er aus 14 Metern nur knapp. Die Gastgeber hatten zwar Vorteile, aber insgesamt blieb das Spiel des WSV erneut zu fehlerhaft und ungenau.

Auch nach der Pause wurde es kaum besser. Das Niveau blieb niedrig. Sprochhövel kam kurzzeitig sogar etwas besser ins Spiel, ehe der WSV dann vor allem über die linke Seite mit Niklas Heidemann mal die Initiative ergriff. Die mangelhafte Chancenverwertung setzte sich allerdings fort. Nach Querpass von Heidemann ging es fast wie beim Billiard zu. Erst verdaddelte Gaetano Manno am zweiten Pfosten, dann sprang die Kugel zu Teijsse und Kevin Hagemann, die ebenfalls aus kurzer Distanz nicht durchkamen.

Das Engagement war keinem WSV-Spieler abzusprechen, aber Sicherheit und Fortune fehlten gänzlich. So auch bei Silvio Paganos Schuss aus 16 Metern nach 73 Minuten. Er war kurz vor der Pause für Andreas Ivan gekommen. Mit der Einwechslung von Enes Topal und Enzo Wirtz versuchte Trainer Stefan Vollmerhausen in den letzten 25 Minuten noch das Glück zu zwingen. Doch stattdessen klingelte es überraschend auf der Gegenseite noch, als Christian März bei einem der nur wenigen Sprockhöveler Angriffe aus 20 Metern mit einem abgefälschten Schuss erfolgreich war.

Wickl – Pytlik, Duschke, Schmetz, Heidemann – Hagemann, Grebe, Holldack (69. Wirtz), Ivan (39. Pagano) - Manno (64. Topal) – Teijsse.

Benz – Oberdorf, Heiserholt, Wasilewski, Budde, Gremme – Dombayci, Antwi-Adjej, Demir, Dudda (81. Bukowski), März (90., Polk)

Schiedsrichter: Andreas Steffens

Gelb: Theijsse, Holldack - Budde, Wasilewski, Dombayci, Demir

Wiedenbrück – Wuppertaler SV, Samstag, 6. Mai, 14 Uhr

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