Vor dem ersten Spiel am Freitag analysiert die WZ die neue WSV-Mannschaft.

WSV Mannschaft
Es soll wieder nach oben gehen mit dem Wuppertaler SV. Dafür treten Kapitän Stefan Lorenz, Tom Moosmayer, Christian Knappmann, Ken Asaeda, Bastian Sube (v.l., hier in den neuen Trikots) und ihre Mannschaftskollegen in der kommenden Saison an.

Es soll wieder nach oben gehen mit dem Wuppertaler SV. Dafür treten Kapitän Stefan Lorenz, Tom Moosmayer, Christian Knappmann, Ken Asaeda, Bastian Sube (v.l., hier in den neuen Trikots) und ihre Mannschaftskollegen in der kommenden Saison an.

Uwe Schinkel

Es soll wieder nach oben gehen mit dem Wuppertaler SV. Dafür treten Kapitän Stefan Lorenz, Tom Moosmayer, Christian Knappmann, Ken Asaeda, Bastian Sube (v.l., hier in den neuen Trikots) und ihre Mannschaftskollegen in der kommenden Saison an.

Wuppertal. Die Spannung bei Fans wie Verantwortlichen des Wuppertaler SV ist groß. Am Freitag wird es ernst. Wenn Fortuna Düsseldorf II um 19 Uhr zum Regionalliga-Auftakt ins Stadion am Zoo kommt, muss sich zeigen, wie stark die von Karsten Hutwelker und Sportvorstand Jörg Albracht zusammengestellte Mannschaft wirklich ist und wie schnell sie die Spielphilosophie des Trainers umsetzen kann. Hier ein Formcheck der WZ:

Defensive

Kapitän Stefan Lorenz gehört zwar nicht zu den zehn Neuen, ist aber nach seiner langen Verletzungspause praktisch wie ein Neuzugang. Den gesamten Rückstand in der Vorbereitung aufholen zu können, wäre utopisch gewesen. Doch Lorenz hat sich bereits wieder in eine Verfassung gebracht, die ein Auflaufen wahrscheinlich macht, zumal er ein Anführer im Team ist.

Der Ex-Oberhausener Thomas Schlieter ist mit seiner Kopfballstärke und Abgeklärtheit ein Kandidat für die zweite Innenverteidigerposition, hat zudem bewiesen, dass er bei Standards auch vorne wichtig sein kann.

Das gilt ebenfalls für den Ex-Ahlener Daniel Flottmann, der technisch etwas stärker wirkt als Schlieter. Flottmann könnte aber auch wie gegen Münster links in der Viererkette spielen.

Nachdem der etatmäßige Linksverteidiger Tom Moosmayer noch zwei Spiele gesperrt ist, darf sich auch Felix Herzenbruch als defensivstarker Linksfuß Hoffnung auf einen Einsatz machen. Er ist wie auch die vier übrigen ehemaligen A-Jugendlichen nach der Vorbereitung voll integriert. Zum Start dürfte Hutwelker aber auf die Variante Erfahrung setzen.

Auf der anderen Seite ist der ehemalige U 21-Nationalspieler Robert Fleßers heißer Favorit für die Startelf. Fleßers, der schnell ist und über ein gutes Zweikampfverhalten verfügt, wäre auch ein Kandidat für andere Defensivpositionen, wird auf rechts aber am meisten gebraucht.

Lukas van den Bergh könnte dort dagegen der U 23-Regelung zum Opfer fallen und eventuell auf die Tribüne müssen, obwohl er sich nach seiner Schulter-OP wieder gut herangekämpft hat.

Bessere Karten auf rechts hat der Ex-A-Jugendliche Jörn Zimmermann, der eine gute Vorbereitung gespielt hat und in seiner unorthodoxen Art auch offensiv zu beachten ist.

Im defensiven Mittelfeld wäre Dennis Brinkmann aufgrund seiner Erfahrung sicher erste Wahl, auch wenn er in den Vorbereitungsspielen nicht immer glücklich ausgesehen hat. Ihn könnte seine Knieverletzung aus dem Münsterspiel aber noch stoppen. Von vorne herein auf der zweiten Sechserposition gesetzt hatte Hutwelker Raschid El Hammouchi. Er gehörte im vergangenen Jahr zu den zuverlässigsten Spielern im WSV-Kader und hat das in der Vorbereitung bestätigt.

Nicht nur durch seine gute Vorstellung gegen Münster bietet sich Jan Steffen Meier aus der letztjährigen A-Jugend für die Sechser-Position an. Er verfügt vielleicht über das größte Potenzial auch im Spielaufbau und hat die Nase schon leicht vor Rückkehrer Ken Asaeda. Der zeigt unbändigen Einsatzwillen wie eh und je, ist damit ein Sympathieträger, passt aber nicht ganz so in die Philosophie von Kasten Hutwelker, der betont: „Wir wollen Fußball spielen.“ Bisher nur ein Bankkandidat ist der 18-jährige Nico Matern. Er hat immer wieder mal Klasseaktionen, ist aber altersgemäß noch sehr unstet.

Angriff

Offensiv gibt es auf der linken Seite momentan keine Alternative zu Benjamin Baltes, der mit seiner Schnelligkeit, Schlitzohrigkeit und Technik für die Startelf gesetzt ist. Mit dem Ex-Oberhausener Marcel Landers, dem Speedy Gonzales im Team, dürfte er eine starke Flügelzange bilden, die schwer zu verteidigen ist.

Ben Abelski wird gegen seine ehemaligen Kollegen von Fortuna II zunächst wohl nur eine Alternative sein. Alte Fußprobleme warfen ihn in der Vorbereitung etwas zurück, mit seiner Abschlussstärke ist „der Schleicher“ aber stets zu beachten.

Für die Position hinter der einzigen Spitze ist Jerome Assauer Favorit. Er findet sich immer mehr in diese in der vergangenen Saison noch ungeliebte Rolle hinein. Technisch besitzt er alle Voraussetzungen dafür, muss nur auch selbst noch öfter in Abschlussposition kommen.

Vorne scheint derzeit Bekim Kastrati die Nase vor Christian Knappmann zu haben. Rackerer Kastrati wirkt endlich topfit. Wenn er seine bekannte Schwäche im Torabschluss noch abstellen könnte, gäbe es zu ihm keine Alternative. Die ist Christian Knappmann auf jeden Fall. Der Lange bekommt für seine Körpergröße zwar erstaunlich oft eins auf die Nase, verfügt aber über einen Torriecher und starken linken Fuß.

Insgesamt wirkt die Mannschaft bereit für den Saisonstart und das Ziel Aufstieg. Da Trainer Karsten Hutwelker ein Freund von Überraschungen ist, will er seine erste Elf erst am Freitag nennen. Nur zu Torwart Sascha Samulewicz gibt es keine Alternative. Durch gleich zwei Gasttorhüter und seinen noch verletzten und gesperrten Nebenmann Bastian Sube scheint er so „gekitzelt“, dass er zuletzt Höchstleistung abrief. Darauf hofft natürlich auch Hutwelker am Freitag.

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