Aues Siegtreffer und andere Gründe für die Niederlage.

Christian Maly hatte bis auf den Gegentreffer von Agyemang alles im Griff. Hier klärt er vor Braham.
Christian Maly hatte bis auf den Gegentreffer von Agyemang alles im Griff. Hier klärt er vor Braham.

Christian Maly hatte bis auf den Gegentreffer von Agyemang alles im Griff. Hier klärt er vor Braham.

Marcel Weidlich

Christian Maly hatte bis auf den Gegentreffer von Agyemang alles im Griff. Hier klärt er vor Braham.

Aue/Wuppertal. Wegen der ungewöhnlichen Flugbahn des Balles hielten die 7300 Zuschauer im Erzgebirgstadion beim Schuss von Eric Agyemang kurz kollektiv den Atem an. Einer wusste sofort, dass Aues Joker einen Volltreffer gelandet hatte. "Als er den Ball volley trifft, war mir klar, wo der hingeht", sagte WSV-Keeper Christian Maly, der ganz in der Nähe des Torschützen stand. Zu nahe am Schützen und damit zu weit vor dem eigenen Tor?

"Von 1950 bis 1970 haben die Torhüter das ganze Spiel auf der Linie gestanden. Heute steht ein Tormann weiter vorne, weil er mitspielen muss. Wenn ich in jedem Spiel zehn Bälle abfangen kann, dann muss ich das Risiko einkalkulieren", sagte Maly und wies alle Spekulationen über einen Stellungsfehler kategorisch zurück.

Auch die Rolle von Mitja Schäfer beim Tor des Tages wurde diskutiert. Schäfer hätte den Ball wegköpfen können, wenn Agyemang nicht einen Tick zu spät abgesprungen wäre. So brachte er Schäfer aus dem Gleichgewicht. Der Ball plumpste vor Agyemangs Füße, die Folgen sind bekannt. "Das hätte man pfeifen können. Doch Herr Schriever war uns noch nie gut gesonnen", sagte Christian Maly enttäuscht. Seine persönlichen Erinnerungen an Thorsten Schriever sind getrübt, denn das letzte Aufeinandertreffen der beiden in Jena endete für Maly mit einer umstrittenen roten Karte. Die Aktion von Agyemang hätten aber auch andere Schiedsrichter weiterlaufen lassen.

Stefan Lorenz, der eine tadellose Abwehrleistung geboten hatte, sprach offen aus, warum seine Mannschaft nicht die Leistung von Sandhausen abgerufen hatte. "Wir haben keine zwingende Chance heraus gespielt. Vorne haben wir die Bälle nicht lang genug gehalten, um aufrücken zu können. Und es gab viele kleine Fehler im Spiel nach vorne. Die summieren sich und tun uns sehr weh. Gegen Erfurt müssen wir uns spielerisch steigern", sagte Stefan Lorenz. Bezeichnend, dass der Innenverteidiger die beste Torchance hatte. Nach einem Eckball kam Lorenz frei zum Kopfball. "Ich habe den Ball nicht ganz drücken können."

Mannschaftskapitän Karsten Fischer sah trotz der Niederlage zumindest in einem Punkt einen Fortschritt gegenüber Sandhausen. "Heute waren wir von der ersten Minute an hellwach. Aue hat es gegen uns zumeist mit langen Bällen versucht, Christian Maly hat nun wirklich nicht eine Glanzparade nach der anderen zeigen müssen", sagte Karsten Fischer.

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