Das neue WSV-Trainer-Duo Uwe Fuchs und Thomas Stickroth über frühes Training, mentale Fitness und Sven Lintjens.

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Die WSV-Trainer Uwe Fuchs (li.) und Thomas Stickroth bereiten das Team auf den Abstiegskampf vor.

Die WSV-Trainer Uwe Fuchs (li.) und Thomas Stickroth bereiten das Team auf den Abstiegskampf vor.

Andreas Fischer

Die WSV-Trainer Uwe Fuchs (li.) und Thomas Stickroth bereiten das Team auf den Abstiegskampf vor.

Wuppertal. Ein frisch gemähter Trainingsplatz und eine Übungseinheit auf einem grünen Rasenteppich - davon können die Fußballprofis des Wuppertaler SV zum Start ins neue Fußballjahr nur träumen. Trotz Schnee und Eiseskälte stehen für die Spieler des Drittligisten seit Montag bei widrigsten Bedingungen drei Trainingseinheiten pro Tag auf dem Programm. Und keine hat der neue Trainer Uwe Fuchs bisher ausfallen lassen. Die WZ sprach mit ihm und Co.-Trainer Thomas Stickroth über den "Klimawandel" beim WSV.

Herr Fuchs, die erste Trainingseinheit beginnt um 7.30 Uhr am frühen Morgen. Das hört sich nach Maloche an.

Uwe Fuchs: Das sind Malocherzeiten, aber es geht nicht nur darum, nach innen und außen zu demonstrieren, wie hart der Abstiegskampf wird. Wir wollen auch nicht die Spieler rund um die Uhr wie Säuglinge pampern. Die frühe Einheit gilt vor allem der Kräftigung und ist eine gute Aktivierung. Es folgt ein gemeinsames Frühstück, um 10 Uhr dann das zweite Training und ein gemeinsames Mittagessen. Wir haben Ruhezonen im Stadion eingerichtet, wo sich die Spieler bis zur letzten Einheit des Tages erholen können. So erzielen wir große Trainingsumfänge und es bieten sich viele Gelegenheiten für Gespräche.

Das hört sich alles nach einem großen Nachholbedarf an.

Fuchs: Die Mannschaft hat gute Grundlagen, aber sie muss die Fähigkeit entwickeln, hohe Spielintensitäten zu verkraften.

Thomas Stickroth: Es geht auch um mentale Fitness. Wir wollen, dass die Spieler Mut und Risikobereitschaft entwickeln. Auch unter Stress. Motivation ist nicht die entscheidende Frage. Es gibt keine unmotivierten Spieler. Führungskräfte müssen eher dafür sorgen, dass die Spieler nicht demotiviert werden.

Fuchs: Die Spieler müssen den Wert erkennen, dass sie hier im Verein spielen dürfen.

Eine Reihe von Spielern werden Sie in der kommenden Woche nicht mit ins Trainingslager nach Belek nehmen. Wie sieht es bei Sven Lintjens aus?

Fuchs: Wir hätten ihn gerne die ganze Woche dabei, aber wir können ihm in der Türkei nicht die Voraussetzungen für seine Reha-Maßnahmen bieten, die noch nicht abgeschlossen sind. Eventuell wird er mitfliegen und am Mittwoch vorzeitig abreisen. Aus fußballerischer Sicht gibt es bei ihm keine Zweifel. Wir hoffen, dass er uns ab März helfen kann.

Daniel Voigt, Dennis Schulp, Thomas Litjens sowie die Nachwuchsspieler Mahmoud Najdi und Glen Akama-Eseme werden nicht dabei sein. Warum hat es zum Beispiel Daniel Voigt nicht geschafft?

Fuchs: So leid es mir tut, aber unsere sportliche Situation ist extrem schwierig. Wir waren uns nicht sicher, dass wir einen Spieler wie Voigt, der zehn Monate verletzt war, wieder rechtzeitig fit bekommen. Die jungen Spieler werden nach dem Trainingslager punktuell wieder oben mittrainieren. Doch es macht keinen Sinn, in dieser Saison mit einem Kader von 27, 28 Spielern zu arbeiten. Deshalb haben wir es auch Fatlum Zaskoku und Ferhat Uelker freigestellt, sich Vereine zu suchen, die höher als unsere U23 spielen.

Wird die Mannschaft unter ihrer Leitung einen neuen Mannschaftskapitän und einen neuen Mannschaftsrat erhalten?

Fuchs: Mit diesem Thema wollen wir uns am Ende der Vorbereitung befassen.

Fährt noch ein Stürmer als Überraschungsgast mit in die Türkei?

Fuchs: Wir haben mit Marcel Reichwein, Tobias Damm und Dirk Heinzmann drei ganz unterschiedliche Typen als Stürmer und sind damit schon ganz gut aufgestellt.

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