Nach der Pause offenbart er seine Qualitäten.

Maciej Ziabas Stärke liegt eigentlich auf dem Boden. In Mainz ging der kleine Techniker nach der Pause aber selbst Luftduellen nicht aus dem Weg.
Maciej Ziabas Stärke liegt eigentlich auf dem Boden. In Mainz ging der kleine Techniker nach der Pause aber selbst Luftduellen nicht aus dem Weg.

Maciej Ziabas Stärke liegt eigentlich auf dem Boden. In Mainz ging der kleine Techniker nach der Pause aber selbst Luftduellen nicht aus dem Weg.

Bernd Eßling

Maciej Ziabas Stärke liegt eigentlich auf dem Boden. In Mainz ging der kleine Techniker nach der Pause aber selbst Luftduellen nicht aus dem Weg.

Wuppertal. Es war ein Tor zum mit der Zunge schnalzen, das verdeutlichte, welches Potenzial in Maciej Zieba steckt: Technisch perfekt nahm er nach 71 Minuten den Flankenball von Raschid El-Hammouchi im Strafraum an und hatte dann noch die Ruhe abzuwarten, wie sein Gegenspieler reagiert, ehe er die Kugel aus zwölf Metern mit dem Innenspann in den Winkel zirkelte.

„Tom hat neben mir gerufen, ich soll noch warten“, erzählte der kleine Deutsch-Pole nach der Partie von dem „geplanten“ Kunstschuss. „Normal geht der Gegenspieler danach einen Schritt zur Seite und versucht, den Pass zu verhindern, und das hat er auch hier getan“, beschrieb Zieba den Augenblick, in dem sich für ihn der Weg zu seinem dritten Saisontor öffnete.

„Er ist manchmal noch zu verspielt“, sagt Trainer Bruns

Die Krönung, aber bei weitem nicht die einzige gute Szene, an der der 25-Jährige aus Leverkusen gekommene Stürmer in der zweiten Halbzeit beteiligt war. Während Torjäger Christian Knappmann weiterhin gut abgeschirmt war, sich auf dem harten Boden schwer tat und auch selten präzise Bälle erhielt, nutzte Zieba nun die Räume, die Knappmann freisperrte.

Ein Tor hätte bereits sein Querpass nach 50 Minuten verdient gehabt, als er im Augenwinkel den anstürmenden Moosmayer sah und im Strafraum blank spielte. Aber der Ball hoppelte etwas, so dass Moosmayer ihn nicht hundertprozentig traf.

Vor der Pause war Zieba kaum produktiv in Erscheinung getreten. Daran, dass er zur Abwechslung wieder zweite Spitze spielen musste, habe es nicht gelegen, versicherte er. „Ich bin die Umstellungen gewohnt. Im Angriff muss man alles spielen können“, sagte er selbstbewusst. Sein Trainer, der auf Zieba große Stücke hält, bemängelte einen Rückfall in alte Fehler: „Da hat er wieder gespielt wie ein Jugendspieler, ohne Körpereinsatz und die letzte Konsequenz“, sagte Bruns. Seine entsprechende Pausenansprache an Zieba trug wohl Früchte. In den nächsten Wochen dürfte es auch eine Ansprache anderer Art geben. Bisher endet Ziebas Vertrag noch zum Saisonende . . .

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