Statue der Justitia
Symbolbild.

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dpa

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Ein Fan von Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist von einem Gericht in Köln zu einer Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden. Der Richter sah es für erwiesen an, dass der 39-Jährige nach einem Spiel des WSV am 24. September 2016 beim Nachwuchs des 1. FC Köln Polizisten beleidigt und zu Gewalttaten gegen Beamte aufgefordert habe.

Wie die Kölnische Rundschau berichtet, sei in das Urteil eine Verurteilung vom Amtsgericht Düsseldorf eingeflossen, wo der Mann vier Tage nach dem Vorfall in Köln wegen Beleidigung mit der Höchststrafe von einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war. „So was ist mir noch nicht untergekommen“, zitiert die KR Amtsrichter Dr. Wolfgang Schorn.

Laut Anklage soll der Mann die Beamten auf einer Busfahrt zum Bahnhof Deutz verbal attackiert haben. Als der Bus an einer roten Ampel hielt, habe der Angeklagte gesagt: „Fahrt doch mal weiter ihr Arschlöcher, ihr habt doch Blaulicht.“ Gleichzeitig öffneten andere Fans eine Tür des Busses und stürmten auf die Straße. Als Beamte sie wieder in den Bus zurückdrängen wollten, seien sie mit Tritten und Schlägen angegriffen worden, schilderte ein Polizeibeamter (27) laut Rundschau im Zeugenstand. Der Angeklagte habe die Angreifer aus dem Bus heraus aufgewiegelt und wiederholt gerufen: „Klatscht die weg, vorwärts, schiebt die raus“, wie der 27-Jährige aussagte. Der Zeuge machte den Angeklagten klar als „Einpeitscher“ aus. Der Angeklagte gab aber lediglich den Vorwurf der Beleidigung zu. Zur Aufwiegelung schwieg er.

Angesichts der zahlreichen Vorstrafen sprach Richter Schorn Klartext: „Es ist besonders dreist, dass sie trotz 33 Vorstrafen überhaupt nichts kapiert haben. Aber wenn man uns partout nicht verstehen will, dann muss man halt ins Gefängnis,“ wird Schorn von der Rundschau zitiert. 

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