Interimstrainer Peter Radojewski zieht Bilanz. Drei Monate Pflichtspielpause.

Peter Radojewski (links) und Co-Trainer Thomas Stickroth waren nach der Pokalniederlage in Essen geschockt. Die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis am Ende einer verkorksten Saison war damit dahin.
Peter Radojewski (links) und Co-Trainer Thomas Stickroth waren nach der Pokalniederlage in Essen geschockt. Die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis am Ende einer verkorksten Saison war damit dahin.

Peter Radojewski (links) und Co-Trainer Thomas Stickroth waren nach der Pokalniederlage in Essen geschockt. Die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis am Ende einer verkorksten Saison war damit dahin.

Kurt Keil

Peter Radojewski (links) und Co-Trainer Thomas Stickroth waren nach der Pokalniederlage in Essen geschockt. Die letzte Chance auf ein Erfolgserlebnis am Ende einer verkorksten Saison war damit dahin.

Wuppertal. Katzenjammer beim Wuppertaler SV am Tag nach der Pokalpleite in Essen. Und der Jammer wird beim Blick auf den Terminkalender noch größer, denn erst in knapp drei Monaten steht für die Wuppertaler das nächste Pflichtspiel auf dem Programm.

Vom 6. bis 8. August werden die Begegnungen des ersten Spieltages der Regionalligasaison 2010/ 11 ausgetragen. Zumindest bleibt Zeit genug, um ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen.

Dass die Partie an der Hafenstraße für ihn das letzte Spiel auf der Bank des WSV gewesen sein könnte, wollte Peter Radojewski trotz der ordentlichen Leistung seiner Mannschaft in einem spannenden Pokalfight nicht ausschließen.

"Diese Sorge habe ich schon, denn schließlich habe ich weder den Klassenerhalt noch den Pokalsieg geschafft. Doch ich würde gerne weitermachen und es in der kommenden Saison mit einer Mannschaft versuchen, auf deren Zusammenstellung ich Einfluss habe", sagte der Interimstrainer des WSV.

Wie unter Fuchs fehlte dem WSV auch unter Radojewski die nötige Konstanz. Einen der Hauptgründe dafür sieht Radojewski in der Zusammenstellung des Kaders.

In der 3. Liga kämpft Carl Zeiss Jena um die Lizenz. Bis zum 4. Juni müssen noch 700.000 Euro aufgetrieben werden. Von einem Lizenzentzug würde nicht der WSV, sondern BVB II profitieren.

"Die Stürmer waren alle aus einem ähnlichen Holz geschnitzt, und der Wille, unbedingt das Tor zu machen, hat ihnen zu oft gefehlt. Außerdem waren wir im Mittelfeld mit sogenannten Sechsern überbesetzt, während uns auf den Außenpositionen das Tempo gefehlt hat. Und es passierten immer wieder Fehler, die wir leider nicht alle abstellen konnten. Das hat etwas mit der fehlenden Qualität im Kader zu tun", sagte Radojewski in Essen noch unter dem Eindruck der Niederlage.

Radojewski traut dem WSV trotzdem zu, in der kommenden Saison eine gute Rolle in der Regionalliga zu spielen kann. "Den direkten Wiederaufstieg sollte man vielleicht nicht als gegeben voraussetzen, aber soweit ich es mitbekommen habe, sind schon vielversprechende Gespräche mit interessanten Spielern geführt worden", sagt Radojewski.

Auch mit Akteuren aus dem aktuellen Kader wurde verhandelt. Torhüter Sascha Samulewicz scheint sich mit dem WSV über einen neuen Vertrag einig zu sein. Interesse hat der WSV auch an einer Einigung mit Karsten Fischer. "Der WSV möchte mich gerne behalten und es hat auch ein erstes Gespräch gegeben. Mit 25 Jahren muss es aber eigentlich mein sportlicher Anspruch sein, in der 3.Liga zu spielen und es gibt auch einige Anfragen. Dabei muss für mich das Gesamtpaket stimmen, denn eigentlich fühle ich mich in Wuppertal wohl", sagte der Mannschaftskapitän.

Ein weiterer Pfeiler des Regionalligateams könnte Stefan Lorenz sein. "Die Gespräche mit dem WSV sind gut angelaufen und ich hoffe, dass wir zu einer Einigung finden. Ich denke, ich habe bewiesen, dass ich wichtig bin und sträube mich auch nicht dagegen, in die vierte Liga zu gehen. Die ist ja von den Gegnern her fast schon interessanter, wenn man sich hinter einigen Vereinen einfach die II wegdenkt", sagt Lorenz.

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