Der ehemalige WSV-Spieler Franz Gerber kehrt als Geschäftsführer von Jahn Regensburg ins Zoo-Stadion zurück.

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Hatte schon zu seiner WSV-Zeit eine Vorliebe für Reptilien: Franz Gerber, Mitte der Siebziger Jahre.

Hatte schon zu seiner WSV-Zeit eine Vorliebe für Reptilien: Franz Gerber, Mitte der Siebziger Jahre.

Otto Krschak

Hatte schon zu seiner WSV-Zeit eine Vorliebe für Reptilien: Franz Gerber, Mitte der Siebziger Jahre.

Wuppertal. Wenn der WSV am Mittwoch (29.7., 19 Uhr) den SSV Jahn Regensburg empfängt, dann kommt auch ein guter alter Bekannter mit ins Stadion am Zoo.

Der neue Geschäftsführer der Oberpfälzer heißt nämlich Franz Gerber (55). Von 1974 bis 1976 trug "Schlangen-Franz", wie Gerber wegen seiner Vorliebe für Reptilien genannt wird, in der Bundesliga sowie 2. Liga Nord das Trikot des WSV und erzielte in 62 Spielen 31 Tore.

Zurück aus Madagaskar, Herr Gerber?

Franz Gerber: Ach, Sie meinen mein kurzes Engagement als Nationaltrainer 2007? Der Staatspräsident war damals in Hannover zu Besuch und hatte gehört, dass einige Spieler wie Sebastian Kehl oder Gerald Asamoah, die ich in meiner Tätigkeit als Manager von Hannover 96 entdeckt hatte, zu Nationalspielern geworden sind. Da meinte er, ich sei der richtige Mann für sein Land.

Waren Sie es?

Gerber: Immerhin haben wir in zwei Länderspielen 10:2-Tore erzielt. Davor hatten die so gut wie nie getroffen. Aber dann wurde der Präsident gestürzt und so war auch mein Engagement beendet.

"Ich freue mich auf das Spiel. Endlich mal wieder Wuppertaler Luft schnappen."

Haben Sie sich denn wenigstens ein paar Schlangen mitgebracht?

Gerber: Für dieses Hobby fehlt mir momentan die Zeit. Die Tiere liegen ja im Terrarium nicht nur so rum. Sie benötigen schon eine gewisse Pflege.

Gab es wegen Ihrer Vorliebe für Reptilien nie Ärger mit den Nachbarn?

Personal: Trainer Uwe Fuchs stehen Dienstagabend alle Spieler zur Verfügung. Die Startelf wird wahrscheinlich mit der von Heidenheim identisch sein. Freundschaftsspiel: Der WSV bestreitet am kommenden Freitag ein Testspiel beim 1. FC Köln II. Anstoß im Franz-Kremer-Stadion ist um 18 Uhr. Liveticker: Gegen Jahn Regensburg (Anstoß 19 Uhr) gibt es wieder einen Liveticker der WZ im Internet. Los geht’s ab 18.30 Uhr.

Gerber: Eigentlich nicht. Es waren ja auch keine gefährlichen Tiere. Nur Leguane und harmlose Nattern.

Da waren Sie als Stürmer schon wesentlich gefährlicher. Können Sie sich noch an die Zeit beim WSV erinnern?

Gerber: Sehr gut sogar. Das war für mich als junger Spieler eine tolle Zeit mit so großartigen Fußballern wie Günter Pröpper, Gustl Jung, Herbert Stöckl oder Dieter Lömm in einer Mannschaft. Dazu hatten wir mit Horst Buhtz einen klasse Trainer.

Gibt es noch Kontakte?

Gerber: Leider nur zu besonderen Anlässen. Daher freue ich mich auch auf das Spiel. Endlich mal wieder Wuppertaler Luft schnuppern.

Als Geschäftsführer des SSV Jahn Regensburg. Wie kam diese Verbindung zustande?

Gerber: Die wollten mich vor rund fünf Jahren mal als Trainer haben. Aber da bekam ich keine Freigabe vom FC St. Pauli. Seitdem ist der Kontakt aber nie abgerissen und da der Jahn die Fußballabteilung ab September ausgliedern will und für diese KGaA einen Geschäftsführer suchte, war der Zeitpunkt jetzt günstig.

Keine Angst, dass der Strom im Stadion mal wieder abgestellt wird?

Gerber: Das war damals eher eine private Fehde. Zugegeben, wir haben unsere Rechnungen verspätet gezahlt. Aber das rechtfertigte nicht, dass wir bei Monatsrechnungen von 1300 bis 1400 Euro mit 30 000 Euro in Vorlage treten sollten.

Worin besteht Ihre Hauptaufgabe an der Donau?

Gerber: Der Verein hatte in den vergangenen Jahren erhebliche finanzielle Probleme. Mit Hilfe von Gönnern ist es uns nun zwar gelungen, in etwas ruhigeres Fahrwasser zu gelangen. Aber über den Berg sind wir noch nicht.

Was ist das sportliche Saisonziel?

Gerber: Wir haben unseren Etat gegenüber der vergangenen Saison nochmals von 2,5 auf 2,1 Millionen Euro herunterfahren müssen und sind damit das absolute Schlusslicht der Liga. Für uns gilt es, mit dem Abstieg so früh als möglich nichts mehr zu tun zu haben. Das ist umso wichtiger, als dass wir dann Planungssicherheit hätten.

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