Wuppertals Verein für den Profifußball lädt am Donnerstag in die Uni-Halle ein. Thema ist unter anderem der Rechtsstreit mit Vermarkter Banf.

Wuppertaler SV
Vorstandsmitglied Lothar Stücker (l.) wird diesmal die Versammlung leiten. Er wurde vor einem Jahr wie auch der inzwischen wieder ausgeschiedene Jörg Albracht (r.) in den Vorstand gewählt.

Vorstandsmitglied Lothar Stücker (l.) wird diesmal die Versammlung leiten. Er wurde vor einem Jahr wie auch der inzwischen wieder ausgeschiedene Jörg Albracht (r.) in den Vorstand gewählt.

Da war noch alles ruhig. Friedhelm Runge gibt bei der Jahreshauptversammlung vor einem Jahr den Vorstandsbericht ab.

Fischer, Andreas (f22), Bild 1 von 2

Vorstandsmitglied Lothar Stücker (l.) wird diesmal die Versammlung leiten. Er wurde vor einem Jahr wie auch der inzwischen wieder ausgeschiedene Jörg Albracht (r.) in den Vorstand gewählt.

Wuppertal. Jahreshauptversammlungen werden für den Wuppertaler SV regelmäßig zu den schwersten Heimspielen. Die bisher letzte im Mai 2011 ist bei vielen noch in (schlechter) Erinnerung, brodelte die Uni-Halle doch nach gegenseitigen verbalen Attacken zwischen kritischen Mitgliedern und Präsident Friedhelm Runge sowie Mitgliedern des Verwaltungsrats wie ein Hexenkessel. Am Ende verließ eine Kritiker-Gruppe gar aus Protest vorzeitig den Saal.

Wahlen stehen in diesem Jahr nicht an

Auf ähnliche Turbulenzen würde Lothar Stücker, WSV-Vorstand Controlling und Finanzen, gerne verzichten, wenn der Verein am Donnerstag wieder zur Jahreshauptversammlung in die Uni-Halle einlädt. Wahlen und wichtige Entscheidungen stehen diesmal nicht auf der Tagesordnung, doch mit der Ausrichtung löst der Verein sein im Mai 2011 gegebenes Versprechen ein, Jahreshauptversammlungen satzungsgemäß möglichst wieder jährlich abzuhalten. Das war bis dahin eher selten der Fall.

Mit kritischen Nachfragen wird gerechnet

Stücker sieht die Versammlung in erster Linie als Informationsveranstaltung. „Ich wünsche mir eine sachliche Diskussion, gerne auch mit kritischen Nachfragen – aber keine, die emotional fehlgeleitet ist, wie vor einem Jahr. Es sollte doch Konsens sein, dass alle am Wohl des Vereins interessiert sind“, sagt Stücker.

Dass nach seinem Vorstandsbericht, in dem er über die sportliche Situation, die wirtschaftliche Lage und die Vorhaben für die Zukunft informieren will, Nachfragen kommen werden, dürfte sicher sein. Etwa zum Rechtsstreit mit dem Vermarkter Banf, der den WSV noch teuer zu stehen kommen könnte. Oder wie immer zur Höhe der Darlehen, die Präsident Friedhelm Runge dem Verein gewährt hat. „Das kann ich persönlich nicht beantworten, aber generell ist es unser Ziel, die Transparenz zu erhöhen“, sagt Stücker, der sich natürlich auch ein besonnenes Auftreten seines Präsidenten bei kritischen Nachfragen wünscht.

Auch der Verwaltungsrat, der inzwischen von elf auf neun Mitglieder geschrumpft ist, und die Abteilungen werden Berichte abgeben. Wahlen stehen nicht an – sie stehen nur alle zwei Jahre auf dem Plan. Generell sei es natürlich wünschenswert, wieder einen dreiköpfigen Vorstand zu haben. Es fehle aber derzeit der passende Kandidat, sagt Stücker, der derzeit mit Präsident Friedhelm Runge die zweiköpfige Führungsspitze des Vereins bildet.

Wie 2011 findet die Jahreshauptversammlung des Wuppertaler SV am Donnerstag, 4. Oktober, in der Uni-Halle statt. Beginn ist um 19 Uhr. Wir berichten davon wieder mit einem Live-Ticker

Welche Anträge es gebe, könne er nicht vorwegnehmen, sagt Stücker. Durchgesickert ist aber bereits, dass der obligatorische Antrag zur Streichung des Namenszusatzes Borussia wieder dabei ist. Dieser Antrag ist bisher jedoch immer gescheitert.

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