Romas Dressler trifft nach sechswöchiger Pause.

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Sascha Samulewicz strahlte viel Sicherheit aus.

Sascha Samulewicz strahlte viel Sicherheit aus.

Andreas Fischer

Sascha Samulewicz strahlte viel Sicherheit aus.

Wuppertal. Wenn der WSV auf einer Position keine Sorgen hat, dann wohl auf der des Torhüters. Christian Maly spielte vor seinem Lapsus in Jena konstant gut, Ersatz Asterios Karagiannis sprang prima in die Bresche und jetzt Sascha Samulewicz. Er avancierte gegen Dresden neben Joker Romas Dressler zum Matchwinner. Eine Woche lang lieferte er sich mit Karagiannis einen Trainingskampf um die Pole-Position, der nach Aussage von Samulewicz zu "einem brutal hohen Maß an Konzentration" führte. Die bewahrte er sich gegen Dresden, hielt überragend. "Ich sage das nicht häufig über mich, denn es gibt immer etwas zu meckern, aber ich habe das Vertrauen des Trainers mit einer guten Leistung zurückgezahlt, ich bin zufrieden", sagte Samulewicz, der auch aus einem anderen Grund "unheimlich heiß" auf die Partie war. "Gegen Dresden habe ich 2007 mein letztes Spiel für Borussia Dortmund gemacht. Dresden gewann im Westfalenstadion mit 3:2. Deshalb ist der Sieg jetzt auch ein Stück Genugtuung für mich."

Dass der WSV nun wieder über dem "Strich", sprich wieder runter von einem Abstiegsplatz ist, beschreibt der Torhüter als ein "besseres Gefühl". Und spricht vielen WSV-Fans aus der Seele: "Jetzt können wir wieder besser schlafen."

Dass Maly am kommenden Samstag im Heimspiel gegen Heidenheim wieder zwischen den Pfosten stehen wird, wollte Trainer Uwe Fuchs nicht bestätigen. Maly zeigte nach dem Dresden-Spiel jedenfalls Größe und gratulierte seinem Ersatz in der Kabine. "Geile Leistung."
Die bot auch Romas Dressler, der, kaum eingewechselt, den Ball zum Tor des Tages einköpfte. "Es war nicht mein erster, sondern zweiter Ballkontakt. Das Tor gehört zu 80 Prozent Marco Neppe, denn seine klasse Flanke muss ich nur über die Linie drücken. Ich hatte Glück, da zu stehen."

Nach seinem Muskelbündelriss, der ihn zu sechs Wochen Pause zwang, fühlt sich Dressler erst einmal in der Rolle des Jokers wohl. "Ich bin natürlich froh darüber, wieder auf dem Platz zu stehen und will mich wieder heranarbeiten. Fit für 90 Minuten bin ich noch nicht."

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