Beim 2:2 des WSV im Testspiel gegen den VfLBochum II kommen die Wuppertaler nur ganz schwer auf Touren.

Björn Weikl und Kosta Rodrigues hatten mit den jungen Bochumern viel Arbeit.
Björn Weikl und Kosta Rodrigues hatten mit den jungen Bochumern viel Arbeit.

Björn Weikl und Kosta Rodrigues hatten mit den jungen Bochumern viel Arbeit.

Andreas Fischer

Björn Weikl und Kosta Rodrigues hatten mit den jungen Bochumern viel Arbeit.

Wuppertal. Eine wenig berauschende Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres am kommenden Samstag beim VfB Stuttgart II lieferte der Wuppertaler SV gegen den aktuellen Regionalligadritten VfL Bochum II ab. Beim 2:2 im Bochumer Stadtteil Hiltrop ließen die Talente des Bundesligisten den Drittligisten in der ersten halben Stunde ganz schön alt aussehen.

Der WSV kam ganz schwer auf Touren, wobei Trainer Uwe Fuchs den ungewohnten (abgespielten) Kunstrasenplatz nicht als Ausrede gelten ließ. "Das Rennen um die Stammplätze ist noch nicht auf allen Positionen beendet", sagte Fuchs nach der durchwachsenen Leistung seiner Mannschaft vielsagend. Hier der Leistungsstand im Kader im Überblick.

Tor: Christian Maly verspürt mehr Druck im Nacken, weil Sascha Samulewicz bisher überzeugend gespielt und trainiert hat. Um seine Keeper muss sich Fuchs die wenigsten Gedanken machen.

Abwehr: Marco Neppe fehlte in Bochum wegen einer Magen-Darm-Grippe. Mit der Verpflichtung von Kosta Rodrigues hat der WSV auf der linken Abwehrseite gerade noch die Lücke stopfen können. Wie wichtig die Personalie Rodrigues ist, zeigt der Ausfall von Marco Neppe am Samstag. Najdi ist verletzt und es gibt keine weiteren personellen Alternativen.

Mario Neunaber konnte auf rechts die Chance gegen den VfL nicht nutzen, da er vor der Pause mächtig unter Druck geriet. Nach dem Seitenwechsel folgte eine solide Leistung, aber ein gesunder Marco Neppe hat die Nase vorne. Stefan Lorenz und Mitja Schäfer kamen auf Kunstrasen gegen Bochum zeitweise überhaupt nicht zurecht.

In der Hinterhand für die Innenverteidigung hat Uwe Fuchs Steve Müller, den zurzeit robustesten und vielseitigsten WSV-Spieler. Davide Leikauf wurde an die zweite Mannschaft ausgeliehen. Ihn sieht Fuchs aufgrund mangelnder Erfahrung noch eher in der Rolle des rechten Außenverteidigers.

Mittelfeld: Im defensiven Mittelfeld haben Kapitän Karsten Fischer und Björn Weikl die Nase vorne. Ken Asaeda hat nach der Pause an Boden verloren. Victor Hugo Lorenzón absolviert seit Tagen nur ein reduziertes Sondertraining. Sven Lintjens ist frühestens nach dem Winter ein Thema. Salih Altin fehlte zu oft wegen Krankheit und kleinerer Blessuren im Training, wirkte gegen Bochum aber unternehmungslustig und trug zur Spielfreude nach der Pause bei.

Im offensiven Mittelfeld enttäuschten vor der Pause Nermin Celikovic und Marvin Braun gleichermaßen. Die eingewechselten Daniel Keita-Ruel, Edgar Bernhardt und auch Salih Altin wirkten lebendiger, brachten Ideen ins Spiel. Fortschritte macht vor allem Keita-Ruel, der sich auf der rechten Seite auch taktisch geschickter verhält und keine unnötigen Ballverluste provoziert.

Angriff: So wie bei seinem Freistoßtreffer in den Winkel zum 1:1-Zwischenstand wollen die WSV-Fans Altmeister Fatmir Vata sehen. Auch wegen seiner Aggressivität und Zweikampfintensität stärkster WSV-Spieler gegen den VfL. Vata beschäftigt die gegnerische Abwehr, wovon Tobias Damm profitieren müsste. Erfolgserlebnisse wie beim guten Torabschluss zum 2:2 sollten Damm spielerisch einen Schritt nach vorne bringen.

Zuletzt ging bei ihm alles nur über Kampf und Einsatz. Für Andrés Formento bleibt im Augenblick nur die Rolle des dritten Stürmers, da Fuchs das Duo Damm/Vata zu favorisieren scheint. Doch zu Formento als 12.Mann gibt es zurzeit keine Alternative, da die Muskelbeschwerden von Romas Dressler hartnäckiger Natur sind.

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