Vor der Auswärtspartie gegen den FC Bayern München II verpflichtet der WSV den 37-jährigen ablösefreien Albaner.

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Soll jetzt beim WSV den Ton angeben: Fatmir Vata, hier noch im Trikot von Zweitligist TuS Koblenz (Archiv

Soll jetzt beim WSV den Ton angeben: Fatmir Vata, hier noch im Trikot von Zweitligist TuS Koblenz (Archiv

dpa

Soll jetzt beim WSV den Ton angeben: Fatmir Vata, hier noch im Trikot von Zweitligist TuS Koblenz (Archiv

Wuppertal. Ein Probetraining musste Fatmir Vata beim WSV natürlich nicht absolvieren. Schließlich hat der 1,70 Meter große, offensive Mittelfeldspieler bei seinen früheren Profistationen in Mannheim, Bielefeld und Koblenz schon zur Genüge demonstriert, dass er einen Gegner empfindlich treffen und der eigenen Mannschaft den Rücken stärken kann.

Das soll Vata, der am Donnerstag ablösefrei zum Wuppertaler SV wechselte, für seinen neuen Verein schon am Samstag in München (Anstoß 14 Uhr) unter Beweis stellen, wenn es gegen den FC Bayern II, Schlusslicht der 3.Liga, um wertvolle Punkte im Abstiegskampf geht.

"Die Idee, ihn zum WSV zu lotsen, ist bei mir sicher nicht an einem Tag gereift. Und auch die Niederlage gegen Sandhausen ist nicht der entscheidende Grund. Doch ich bin froh, dass man im Verein erkannt hat, dass er uns hilft, dass sich die jungen Spieler schneller entwickeln können. Fatmir Vata ist ein Teamplayer und er ist konfliktfähig", sagt WSV-Trainer Uwe Fuchs, der mit dem ebenfalls in Bielefeld lebenden Albaner eine Fahrgemeinschaft bilden könnte. WSV-Präsident Friedhelm Runge erwartet von dem Neuzugang ganz pragmatisch bessere Zuspiele in die Spitze, damit die Stürmer besser in Szene gesetzt werden. Und das alles ohne eine lange Anlaufphase.

Vata wird deshalb schon am Freitag mit der Mannschaft im Flieger nach München sitzen. "Er gehört dem Kader an. Dass er auflaufen wird, ist nicht auszuschließen", sagt Uwe Fuchs, der damit seinen Kollegen Mehmet Scholl noch ein wenig darüber rätseln lässt, ob der WSV tatsächlich aus dem Stand heraus seine Spielweise auf Vata umstellen wird. Vieles spricht für diese Variante.

Ansonsten sind keine Veränderungen im Team des WSV zu erwarten, denn auch Linksverteidiger José Murillo hat am Donnerstag wieder mittrainieren können.

Der DFB-Kontrollausschuss hat mit Zustimmung des DFB-Sportgerichts das eingeleitete Verfahren gegen Trainer Uwe Fuchs eingestellt. Fuchs war im Spiel gegen den SV Sandhausen von Schiedsrichter Arne Aarnink "wegen unsportlichen Reklamierens" auf die Tribüne geschickt worden.

Im Stammhotel in Aschheim bei München wird sich die Mannschaft des WSV mental auf einen Gegner einstellen müssen, der wie ein angeschlagener Boxer dem nächsten Gong entgegenfiebert. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Bayern gar nicht erst wieder neues Selbstvertrauen aufbauen können", fordert Uwe Fuchs.

Nicht nur beim WSV, sondern auch bei den Bayern weiß man nur zu gut, dass die aktuellen Platzierung in den Ligen 1und 3 nicht der Klasse der Spieler entsprechen. So gilt der Tipp von Franz Beckenbauer "Fußball ist ein Laufspiel" nicht zuletzt auch für die "kleinen Bayern", die den WSV im Stadion an der Grünwalder Straße erwarten.

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