Beim SV Wehen-Wiesbaden gewinnt der Drittligist mit 3:2 (0:0) und feiert mit den Fans.

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Nicht Mario Neunaber (l.), sondern Mitja Schäfer trifft in dieser Szene zum 2:1 für den WSV.

Nicht Mario Neunaber (l.), sondern Mitja Schäfer trifft in dieser Szene zum 2:1 für den WSV.

Otto Krschak

Nicht Mario Neunaber (l.), sondern Mitja Schäfer trifft in dieser Szene zum 2:1 für den WSV.

Wuppertal. Riesenjubel beim WuppertalerSV über den ersten Saisonsieg. Nach Treffern von Salih Altin, Mario Neunaber und Marco Neppe zum hart erkämpften 3:2 (2:1)-Erfolg in Wiesbaden wächst wieder die Zuversicht bei den Wuppertalern.

Beim Abpfiff durfte sich Trainer Uwe Fuchs zurecht mit seinen Spielern feiern lassen. Er hatte die Konsequenzen nach der 0:3-Niederlage gegen den VfBStuttgart II gezogen und seiner Mannschaft neue Korsettstangen verpasst. Zwar gab es mit Steve Müller für Davide Leikauf nur einen Wechsel in der Anfangsformation, aber die taktische Ausrichtung war eine ganz andere. So räumten Ken Asaeda und Karsten Fischer als Doppelsechs gemeinsam vor der Abwehr auf. Eine Taktik, die den Gastgebern gar nicht schmeckte, denn sie rannten sich oft schon im Mittelfeld fest.

Hinter Tobias Damm als einziger Spitze zog der WSV mit Altin, Müller und Braun eine weitere Kette auf, die im Verlauf der zweiten Spielhälfte, als der WSV zunehmend an Sicherheit gewann, auch effektiv den Vorwärtsgang einschalten konnte. Mit seinen Konterversuchen war der WSV zuvor gescheitert. Vor allem Salih Altin leistete sich eine Reihe von Ballverlusten. Doch die Geduld von Fuchs zahlte sich aus, denn mit einem schönen Flachschuss aus 20 Metern gelang Altin der zu diesem Zeitpunkt überraschende Führungstreffer (58.).

Und der WSV legte nach, war nun klar die bessere Mannschaft. Ein missglücktes Abwehrmanöver von Murillo leitete jedoch den Ausgleichstreffer des SV Wehen-Wiesbaden ein. Beim platzierten Kopfball von Bohl hatte WSV-Keeper Christian Maly keine Abwehrchance (69.). Doch die Ereignisse in dem bis dahin fast ereignislosen Spiel überschlugen sich. Im Gegenzug holte der WSV einen Freistoß heraus. Der von Schäfer getretene Ball ging an Freund und Feind vorbei, Neunaber berührte den Ball erst hinter der Linie mit der Fußspitze zum erneuten Führungstreffer.

Wieder ließ der WSV nicht locker und kam zu weiteren Torchancen. Nach einer missglückten Faustabwehr von Birkenbach traf Marco Neppe aus zehn Metern präzise ins linke Eck (83.). Die Partie war gelaufen, daran änderte auch der erneute Anschlusstreffer von Boskovic in der Nachspielzeit nichts.

SV Wehen Wiesbaden Birkenbach - Barg, Glibo, Gehring, Hübner (75. Reinert), Ziegenbein, Bohl, Boskovic, Ziemer (65. Damjanovic), Kunert (73. Öztürk), Weigelt.

´Wuppertaler SV Maly - Neppe, Schäfer, Neunaber, Murillo - Müller (87. Najdi), Fischer, Asaeda (74. Lorenzón), Altin (77. Bernardt) - Braun, Damm

0:1 Altin (58.)
1:1 Bohl (69.)
1:2 Schäfer(70.)
1:3 Neppe (83.)
2:3 Boskovic (90.+ 1)

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Christian Schößling

Hübner / Asaeda

Für den WSV hatte sich jede Spielminute ohne Gegentreffer ausgezahlt. Das Selbstvertrauen auch bei gegnerischen Standard- situationen wuchs. Und dann schlug der WSV zu. Es war der erste Auswärtssieg seit dem 1:0 bei Kickers Stuttgart am 20. April.

"Heute hat sich die Mannschaft selbst belohnt. Das war ein verdienter Sieg. Wir haben für ein bisschen Ruhe gesorgt und können uns in der Woche konzentriert auf das nächste schwere Spiel gegen Sandhausen vorbereiten", sagte WSV-Trainer Uwe Fuchs.

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