Beim Zweitligisten Ahlen feiert Sven Lintjens sein Comeback im rot-blauen Trikot.

Sven Lintjens feierte gegen Ahlen ein beachtliches Comeback. Seine Rückkehr zum WSV scheint perfekt.
Sven Lintjens feierte gegen Ahlen ein beachtliches Comeback. Seine Rückkehr zum WSV scheint perfekt.

Sven Lintjens feierte gegen Ahlen ein beachtliches Comeback. Seine Rückkehr zum WSV scheint perfekt.

Kurt Keil

Sven Lintjens feierte gegen Ahlen ein beachtliches Comeback. Seine Rückkehr zum WSV scheint perfekt.

Wuppertal. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte Sven Lintjens Abschied vom WuppertalerSV genommen. Bei der 0:1 (0:1)-Niederlage in Ahlen lief der Mittelfeldspieler am Sonntag erstmals wieder im rot-blauen Trikot zu einem offiziellen Testspiel auf und deutete in mehreren Szenen an, dass er im Abstiegskampf noch sehr wertvoll für den WSV sein könnte. Neun Monate nach seinem Oberschenkelbruch in Diensten des SC Paderborn zimmerte Lintjens aus knapp 40 Metern einen Freistoß auf das Ahlener Tor. So, als wollte er mit diesem Kraftakt die Haltbarkeit seiner Knochen und seine alte Schussstärke demonstrieren. Manuel Lenz, der frühere WSV-Keeper, hatte allerdings aufgepasst und vereitelte somit eine der wenigen Torchancen des WSV. "Wir sind uns einig. Ich denke, es fehlen nur noch die Unterschriften unter dem Vertrag", verriet Lintjens über seine Verhandlungen mit dem WSV.

Gefährlich wurde es für Ahlen vor der Pause nur noch einmal nach einem weiteren Freistoß von Lintjens und einem Kopfball von Victor Hugo Lorenzón, der ebenfalls zur Beute von Lenz wurde.

Der Zweitligist Ahlen hatte dem WSV eine halbe Stunde die Initiative überlassen. Die Wuppertaler konnten aus den Feldvorteilen aber keine klaren Torchancen entwickeln. Da fehlte es an Tempowechseln, wie sie die Ahlener nach Ballgewinnen mehrfach demonstrierten. So auch beim 1:0 durch Nils Ole Book (32.), der antrat und aus 18 Metern den Ball ins Eck hämmerte. Nach einer Stunde hatte Book seinen zweiten guten Versuch, aber mit einer tollen Parade fischte Sascha Samulewicz den Ball aus dem Winkel. Wenig später bewahrte der WSV-Torhüter sein Team gegen den freistehenden Janis Kraus erneut vor einem höheren Rückstand.

Zu Beginn hatten Marcel Reichwein und Angelo Vaccaro das WSV-Sturmduo gebildet, nach der Pause durfte sich Gastspieler Vaccaro an der Seite von Tobias Damm präsentieren. Doch der Italiener blieb ohne Torschuss und zwingende Aktion. Da fiel die Tagesbilanz von Lintjens positiver aus, auch wenn ihm die lange Spielpause anzumerken war. Doch schwere Beine haben zurzeit auch die Mitspieler.

Abwehrarbeit ordentlich, Angriff verbesserungswürdig - so fällt das Zwischenzeugnis eine Woche vor dem Pokalspiel in Viersen aus. Drei 0:1-Niederlagen gegen den BVB II, SV Wehen und nun gegen Ahlen sprechen Bände. Dem WSV gelingt es zu selten, das Spiel bis an den gegnerischen Strafraum zu verlagern, oder ein gefährliches Flügelspiel aufzuziehen. Es gibt reichlich Baustellen, obwohl die Mannschaft gegen die Zweitligisten keinen Klassenunterschied erkennen ließ.

Lenz - Book (87. Bölstler), Busch, di Gregorio, Kittner (58. Döring), Maul (46.Bäumer), Stahlberg (46.Chitsulo), Wiemann, Pelzer, Großkreutz (67. Kraus), Toborg (58. Müller).

Samulewicz - Lejan (57.Markolf), Fischer, Schäfer (57. Barg) , Neppe - Lorenzón (46. Stuckmann), Lintjens (57. Weikl), Jerat (46.Najdi), Müller (46. Erfen) - Vaccaro (65. Mahrt), Reichwein (46.Damm).

400

Cetin Sevinc

1:0 Book (32.).

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