Bittere 0:1 (0:0)-Niederlage gegen RW Erfurt in der Nachspielzeit besiegelt.

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Marco Neppe (l.) und Manuel Bölstler in einem verbissenen Kopfballduell.

Marco Neppe (l.) und Manuel Bölstler in einem verbissenen Kopfballduell.

Eibner-Pressefoto

Marco Neppe (l.) und Manuel Bölstler in einem verbissenen Kopfballduell.

Erfurt. Das hatte der Wuppertaler SV am Freitagabend im Thüringer Dauerregen nun wirklich nicht verdient. In der Nachspielzeit kassierten die Wuppertaler den entscheidenden Gegentreffer durch den kurz zuvor eingewechselten Massimo Cannizzaro. Da wird sich bei so manchem der 50 mitgereisten Fans eine Träne der Enttäuschung in die Regentropfen gemischt haben.

Wieder einmal war es eine Standardsituation, die dem WSV zum Verhängnis wurde. Nach einem Freistoß stieg Cannizzaro am höchsten und ließ Torhüter Christian Maly keine Chance. Der WSV durfte sich lange Hoffnungen auf das erste Saisonspiel ohne Gegentreffer machen, steht nun aber mit leeren Händen weiterhin am Tabellenende.

Ausgerechnet gegen die Thüringer, die zu den offensivstärksten Teams der Liga zählen, wirkte die Abwehr sattelfest. Auf dem regennassen, rutschigen Rasen im Steigerwaldstadion hatten sich die Gastgeber die Partie gegen das Schlusslicht der 3.Liga sicherlich ganz anders vorgestellt. Doch gegen den erstaunlich forsch auftrumpfenden WSV sahen die Erfurter zunächst einmal kein Land.

Nur ihrem starken Torhüter Dirk Orlishausen und der eklatanten Abschlussschwäche der Gäste hatten die Erfurter es zu verdanken, dass sie zur Pause nicht schon klar zurücklagen. Die beste Chance vergab Marvin Braun (18.), der nach einer Flanke von Edgar Bernhardt aus fünf Metern den Kasten nicht traf.

Der WSV sorgte vor allem über Marco Neppe und die rechte Seite für Druck. Viel mehr Gefahr als zuletzt ging auch von Tobias Damm aus, der jedoch zweimal in Orlishausen seinen Meister fand. Und mit Edgar Bernhardt scheint Damm nun einen Sturmpartner gefunden zu haben, der eine gegnerische Abwehr in Atem halten kann.

Orlishausen - Malura, Pohl, Möckel (46. Stenzel), Ströhl - Bölstler, Cinaz, Rockenbach da Silva, Hauswald (46. Hillebrand) - Semmer (79. Cannizraro), Kammlott

Maly - Neppe, Neunaber, Schäfer, Najdi - Fischer, Asaeda - Müller (80. Müller), Braun - Damm (87. Lonrenzón), Bernhardt (72. Vata)

Tor: 1:0 Cannizzaro (90. +2) Gelbe Karten: Hauswald, Rockenbach, Möckel, Stenzel, Cinaz / Asaeda, Fischer

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Pattrick Ittrich

Einen Nachteil hatte die gute Vorstellung des WSV. Sie zwang Erfurts Trainer Rainer Hörgl sein Team in der Pause auf links zu drehen. Jens Möckel und der völlig enttäuschende Martin Hauswald blieben in der Kabine und wurden durch Fabian Stenzel und Dennis Hillebrand ersetzt. Diese Aufmunterung hatte aber auch der Rest der Erfurter Mannschaft, die nun etwas besser ins Spiel fand, verstanden. Nun war der WSV nicht mehr so dominant wie zu Beginn, ließ sich aber das Heft nicht aus der Hand nehmen.

Hoffnung keimte bei den Fans auf, als Uwe Fuchs mit Fatmir Vata für Bernhardt einen Joker zog. Doch Vata fand keine Bindung mehr zum Spiel und blieb ebenso erfolglos wie Salih Altin, der zu einem Kurzeinsatz für Steve Müller kam. Doch der Erfurter Joker stach. Massimo Cannizzaro versetzte dem WSV mit seinem Kopfballtreffer in letzter Sekunde einen furchtbaren Schock. Es blieb noch Zeit für einen einzigen Gegenangriff über Altin - dann hatte die falsche Mannschaft das Spiel gewonnen.

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