WZ-Redakteur Andreas Boller meldet sich ein letztes Mal aus dem WSV-Trainingslager.

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Tempodribbler Edgar Bernhardt machte gestern mit zwei Toren gegen den FC Akzhayik auf sich aufmerksam.

Tempodribbler Edgar Bernhardt machte gestern mit zwei Toren gegen den FC Akzhayik auf sich aufmerksam.

Thorsten Hesse

Tempodribbler Edgar Bernhardt machte gestern mit zwei Toren gegen den FC Akzhayik auf sich aufmerksam.

Belek. Mit einem Wettkampf zwischen Alt und Jung endete der sportliche Teil des Wintertrainingslagers des Wuppertaler SV in der Türkei. Am Ende des "Spiel ohne Grenzen", das mit vollem Einsatz ausgetragen wurde, stand ein klarer Sieg der älteren Spieler. Die "Alten" hatten nicht nur beim Huckepack-Rennen, die Nase vorn, sondern waren zum Beispiel auch beim Slalomlauf mit Medizinbällen und beim Dribbling mit Tennisbällen nicht zu schlagen. Für die Verlierer war es eine bittere Niederlage, denn während sich die Sieger darauf beschränken konnten, die eigene Sporttasche für die Heimreise zu packen, waren sie für den Abtransport der gesamten Ausrüstung des WSV verantwortlich. Und da kommt bei einer Profimannschaft einiges an Kisten und Kästen zusammen.

Besser als am Reisetag war das Wetter in der gesamten Trainingswoche nicht, was für so manchen Seufzer vor dem Abflug sorgte. "Da sind wir wohl eine Woche zu früh hier gewesen", meinte Manager Markus Bayertz schmunzelnd. Doch der Spielplan der 3. Liga ließ dem WSV keine Wahl, denn am 30. Januar steht das erste Pflichtspiel beim VfB Stuttgart II auf dem Programm. "Im Stadion Degerloch liegt nur noch eine dünne Schneedecke. Es sieht ganz danach aus, als könne die Partie wie geplant stattfinden", sagt Markus Bayertz.

Die wärmenden Sonnenstrahlen heute Morgen ließen noch einmal die Stimmung im Team steigen. Für einige Spieler war das Trainingslager jedoch schon gestern vorzeitig beendet. Torhüter Christian Maly fühlt sich schon seit einigen Tagen nicht wohl, aber bis zuletzt kämpfte er tapfer gegen die Auswirkungen einer Magen- und Dramgrippe an und stellte sich auch beim 2:0-Sieg gegen den kasachischen Erstligisten zwischen die Pfosten. Das Spaßturnier durfte sich "Bob" Maly dann aber schenken. Auch Mitja Schäfer, Romas Dressler und Gastspieler Alexis Theodosiadis sowie der Langzeitverletzte Victor Hugo Lorenzón packten schon vorzeitig die Fußballschuhe weg. Gastspieler Kosta Rodrigues blieb dagegen bis zuletzt am Ball. Und es sieht ganz danach aus, als wäre er zum WSV gekommen, um länger zu bleiben.

WSV-Manager Markus Bayertz ist zuversichtlich, dass Rodrigues bei weiteren Testspielen in Deutschland zum Einsatz kommt. Am Samstag hat der WSV eine Partie gegen den VfL Bochum II geplant. Der Austragungsort steht noch nicht fest, vermutlich wird auf dem Trainingsgelände des VfL gekickt, Am Sonntag, Anstoß ist ebenfalls um 14 Uhr, geht es dann gegen Fortuna Köln. Möglicherweise lässt Uwe Fuchs am Samstag vorwiegend sein A-Team auflaufen. Doch ob er seinen Plan umsetzen kann, wird sich vermutlich erst in den kommenden Tagen zeigen, wenn der Reisetross des WSV wieder in Wuppertal gelandet ist. Die Mannschaft ist gegen 18.15 Uhr nach einer allerdings sehr ruppigen Landung wieder wohlbehalten auf dem Flughafen in Düsseldorf eingetroffen. 

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