Der Krankenstand bessert sich, das Wetter bleibt mies. WZ-Redakteur Andreas Boller berichtet aus dem WSV-Trainingscamp in der Türkei.

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Victor Hugo Lorenzón ist einer von drei Spielern, die heute wieder trainieren konnten.

Victor Hugo Lorenzón ist einer von drei Spielern, die heute wieder trainieren konnten.

Victor Hugo Lorenzón ist einer von drei Spielern, die heute wieder trainieren konnten.

Belek. Für den letzten kompletten Tag im Trainingslager in der Türkei hatten sich die Spieler des WSV noch einmal angenehme Temperaturen und wärmende Sonnenstrahlen gewünscht. Doch aus dem erhofften Wohlfühlfaktor wurde es zunächst einmal nichts. Während des Morgentrainings zogen dicke Wolken auf und einige mächtige Donnerschläge waren zu hören. Im Gefolge des kurzen Wintergewitters setzte wie so oft in den vergangenen Tagen ein satter Landregen ein und vertrieb die letzten Frühlingsgefühle. 

Die erste Trainingseinheit des Tages verlief im Hinblick auf das am Nachmittag vereinbarte Testspiel gegen den Erstligisten FC Akzhayik aus Kasachstan recht unspektakulär. Akzhayik ist gerade in die erste Liga aufgestiegen und für den WSV ein unbeschriebenes Blatt.

Nicht mehr dabei ist Testspieler Fatih Altundag, der sich gestern an der Wade verletzt hatte. Altundag ist bereits nach Berlin abgereist, wo er sich auf das nächste Probetraining bei einem anderen Verein vorbereiten will. Nun sind noch Alexis Theodosiadis und Kosta Rodrigues im Rennen um die vakante Linksverteidigerposition. Manager Markus Bayertz will sich heute Abend im Gespräch mit Rodrigues einmal in aller Ruhe dessen Vorstellungen über eine mögliche Zusammenarbeit anhören. 

Einige Veränderungen gibt es in Sachen Krankenstand beim WSV. Am Morgen fehlte noch Salih Altin (Magen- Darmgrippe),  während Edgar Bernhardt schon wieder ein Lauftraining absolvierte. Auch Marvin Braun, der leichte Blessuren im Spiel gegen ADO den Haag davontrug, und Victor Hugo Lorenzón konnten wieder ein dosiertes Spezialtraining absolvieren. 

Mit einiger Erleichterung werden im Lager des WSV in Belek die Nachrichten aufgenommen, dass der Winter in der Heimat vorerst auf dem Rückzug ist. Um den aktuellen Leistungsstand zu halten, wäre es unerlässlich die Trainingsarbeit unter freiem Himmel nahtlos fortzusetzen. Und dafür benötigen Uwe Fuchs und seine Mannschaft zumindest einen gut bespielbaren Trainingsplatz in Wuppertal. Die Zeit ist kostbar, denn zurzeit sieht es ganz danach aus, als würde das erste Pflichtspiel nach der Winterpause wie geplant am 30. Januar beim VfB Stuttgart II über die Bühne gehen. Für den WSV ist es schon ein Schlüsselspiel, denn ein Erfolgserlebnis benötigt das Team, um den "Psycho-Rucksack" des Tabellenletzten abzulegen, den man durch die gesamte Winterpause schleppen muss.

Das Gewitter war zum Glück ein reinigendes Gewitter. Nach dem Mittagessen präsentierte sich der Himmel strahlend blau. Dem geplanten Testspiel, das Torwarttrainer Dirk Zimmermann per Video aufzeichnet, stand also nichts mehr im Wege.

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