Für Robert Fleßers und Benjamin Baltes ist die Regionalliga kein Karriere-Rückschritt.

Robert Fleßers (l.) und Benjamin Baltes können trotz der Trainingsstrapazen noch lachen.
Robert Fleßers (l.) und Benjamin Baltes können trotz der Trainingsstrapazen noch lachen.

Robert Fleßers (l.) und Benjamin Baltes können trotz der Trainingsstrapazen noch lachen.

Günter Hiege

Robert Fleßers (l.) und Benjamin Baltes können trotz der Trainingsstrapazen noch lachen.

Wuppertal. „Anstrengend, aber alles im grünen Bereich“, versichern Robert Fleßers und Benjamin Baltes und fügen unisono hinzu: „Aber es sind ja noch acht Tage.“ Nach dem Mittagessen mit dem Team sitzen die beiden WSV-Neuzugänge (zwei von zehn) zum Gespräch in der Hotellobby des „Ludwig“ in Bad Griesbach, bevor es vor dem Nachmittagstraining zur Erholung aufs Zimmer geht.

An ein so langes Trainingslager können sie sich nicht erinnern, obwohl der 24-jährige Fleßers mit Borussia Mönchengladbach schon Erstliga-Erfahrung hat und Baltes in der 2. Liga und zuletzt in der 1. Niederländischen Division gespielt hat.

„In Holland machen die auch im Trainingslager meist nur eine Einheit pro Tag, und dann ist immer der Ball dabei“, sagt Baltes. „Der 7-Uhr-Lauf, der hier auch noch bergauf und bergab geht, käme schon gar nicht infrage.“

Einig sind sich Fleßers und Baltes auch darin, dass die WSV-Vorbereitung bisher absolut professionell abläuft. „Die Bedingungen sind top. Da ist alles aufeinander abgestimmt. Und unsere Erholung werden wir schon noch bekommen“, sagt Baltes.

Dass die etwa beim für den Nachmittag angesetzten Torschusstraining kommen könnte, da wollte er angesichts von schweißtreibenden 30 Grad nicht versprechen.

Regionalliga ist für Baltes und Fleßers kein Rückschritt

Auf Nummer sicher sind beide mit ihrem Wechsel zum WSV gegangen. Nach dem was sie in ihrer bewegten Profizeit bisher erlebt haben, bezeichnen sie deshalb den Gang zurück in die Regionalliga nicht als Rückschritt.

Baltes, der sich freut, wieder nah bei seiner Familie in Düsseldorf zu sein, hat bereits zwei Insolvenzen mit Vereinen hinter sich (unter anderem mit Uerdingen), Fleßers gerade die mit Rot-Weiß Ahlen.

„In Wuppertal wurden dagegen bisher immer pünktlich die Gehälter bezahlt“, sagt Baltes und findet es völlig in Ordnung, dass die in dieser Saison noch stärker erfolgsabhängig sind. „Erfolg wollen wir doch alle.“

Auf welcher Position er dabei spiele, sei ihm relativ egal. Auf der linken offensiven Schiene, wo Trainer Karsten Hutwelker ihn bisher einsetzte, fühle er sich aber schon sehr wohl. „Da habe ich immer die Option, auch nach innen zu ziehen und mit rechts zu schießen“, meint der wendige Flügelspieler, der auch auf der rechten Seite und auch mal defensiv einsetzbar ist.

WSV wartet weiter auf einen Testspielgegner

Fleßers, der in Ahlen zuletzt Innenverteidiger spielte, könnte dabei seine Flexibilität zugutekommen, denn auch als rechter Außenverteidiger hat Hutwelker ihn schon getestet, wenn auch Testgegner Wülfrath kaum ein Maßstab war.

Auf einen anspruchsvollen Gegner im Trainingslager musste der WSV auch gestern noch warten, obwohl Sportvorstand Jörg Albracht mit zahlreichen Agenten in Verbindung ist und stündlich auf eine Erfolgsmeldung hofft.

Am Dienstagnachmittag gab es einen intensiven Wettkampf beim Torschusstraining. Fleßers war dabei im Gewinnerteam, Baltes und seine Mitstreiter scheiterten zu oft an Nachwuchs-Torwart Bastian Sube, der immer stärker wird. Baltes sieht aber auch das locker: „Was zählt, ist der erste Spieltag.“

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