Im Auswärtsspiel beim SC Verl will sich der WSV für die zuletzt schwache Leistung gegen Koblenz rehabilitieren.

Wuppertaler SV
WSV-Torjäger Christian Knappmann (links) düfte in Verl besonders motiviert sein.

WSV-Torjäger Christian Knappmann (links) düfte in Verl besonders motiviert sein.

Uwe Schinkel

WSV-Torjäger Christian Knappmann (links) düfte in Verl besonders motiviert sein.

Wuppertal. Auf zwei, drei Positionen will WSV-Trainer Hans-Günter Bruns seine Mannschaft verändern, wenn es am Sonntag beim SC Verl (14 Uhr) um Wiedergutmachung geht. Wiedergutmachung für die 1:2-Hinspielniederlage und vor allem für die katastrophale Leistung beim 0:1 gegen Koblenz. „Da war viel Überheblichkeit im Spiel“, grollt Bruns, der mit Robert Fleßers bereits eine Änderung nennt. Der Mittelfeldspieler ist mit einer Magen-Darm-Grippe krankgeschrieben. „Er hätte aber sowieso nicht gespielt, weil mir seine Leistung nicht gefällt“, so Bruns. Klar ist auch, dass Marco Quotschalla zurück in die Startelf rückt.

Auch für Daniel Flottmann eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Besonders motiviert dürften in Verl Christian Knappmann und Daniel Flottmann auftreten, die dort von 2008 bis 2010 gespielt haben. Knappmann wohnt nicht weit vom Stadion an der Poststraße entfernt, hat in seiner letzten Saison bei Verl 16 Saisontore erzielt – so viele wie zum jetzigen Zeitpunkt beim WSV.

„Knappi“ dürfte nach fünf Spielen ohne Torerfolg darauf brennen, an alter Wirkungsstätte nachzulegen. „Es ist klar, dass es nicht über eine ganze Saison so laufen kann, dann muss er der Mannschaft eben anders helfen“, relativiert Bruns die Ladehemmung seines Torjägers, an dem er festhält.

Vertragsgespräche noch ohne Ergebnis

Während der WSV mit Knappmann schon verlängert hat, würde man das unter anderem auch gerne mit Flottmann tun. „Ich habe immer gesagt, dass mein Ziel die Dritte Liga ist“, sagte Flottmann zur WZ, wollte die laufenden Vertragsgespräche ansonsten nicht kommentieren.

Die Dritte Liga, aber auch mehr Geld, wird der WSV den Spielern nach eigenen Aussage nicht bieten können. Während Friedhelm Runge und Dietmar Grabotin die Gespräche mit den Spielern führen, die Bruns halten will, schaut sich der Trainer selbst nach Spielern von außerhalb um.

Während der WSV bei Kapellen-Erft nach guter Leistung ein 0:0 erzielten, gelang dem Tabellen-15. aus Duisburg gegen TuRu Düsseldorf mit einem 2:1 ein Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg. So dürfen die Zuschauer an der Nevigeser Straße am Sonntag einen heißen Tanz erwarten.

Zufrieden war Trainer Peter Radojewski mit der Einstellung seiner Mannschaft beim SC Kapellen-Erft. Erneut erwartet Radojewski einen auf Konter ausgerichteten Gegner. Da Kapitän Murat Gümüstas sich erneut verletzte und mindestens 14 Tage ausfällt, muss der Trainer auf der Sechser-Position umstellen. Dort steht aber auf jeden fall Ken Asaeda aus der Ersten zur Verfügung, denn Chefcoach Hans-Günter Bruns hat angekündigt, die Zweite zum Erreichen ihres Ziels Oberliga-Aufstieg personell zu unterstützen.
 

Leikauf, Musto, Gümüstas, Kastrati. (ryz)

Für die kommende Woche kündigt er zunächst an, den Spielern reinen Wein einzuschenken, mit denen er nicht mehr plant. Die neue Saison steht bereits im Fokus, auch wenn ein Sieg in Verl beim Erreichen des von Bruns nun zum Saisonende angepeilten vierten Platzes hilfreich wäre.

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