Im Elfmeterschießen siegen die Wuppertaler mit 6:4 (1:1, 0:0) nach einem tollen Pokalspiel.

Ercan Aydogmus rackerte unermüdlich und schoss den WSV in die Verlängerung.
Ercan Aydogmus rackerte unermüdlich und schoss den WSV in die Verlängerung.

Ercan Aydogmus rackerte unermüdlich und schoss den WSV in die Verlängerung.

Ercan Aydogmus rackerte unermüdlich und schoss den WSV in die Verlängerung.

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Ercan Aydogmus rackerte unermüdlich und schoss den WSV in die Verlängerung.

Wuppertal. Der Wuppertaler SV hat am Mittwochabend die erhoffte Überraschung geschafft. Im Halbfinale des Niederrheinpokals bezwangen die Wuppertaler den favorisierten Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen nach Elfmeterschießen mit 6:4 (1:1, 0:0). 4240 Zuschauer im Stadion am Zoo, davon etwa 700 aus Oberhausen, sahen ein packendes Pokalspiel, in dem Ercan Aydogmus mit seinem Kopfballtreffer in der Nachspielzeit die Verlängerung für den WSV erzwang, als er die Oberhausener Führung durch Kocabas doch noch egalisierte.

Der WSV steht damit im Endspiel am 28. Mai gegen RW Essen und darf erstmals seit 2007 wieder vom Einzug in den DFB-Pokal träumen.

Der WSV forderte dem alten West-Rivalen alles ab. Dabei waren die Vorzeichen gar nicht gut gewesen. Dalibor Gataric, in den vergangenen Spielen Vertreter des verletzten Kapitäns Gaetano Manno, hatte im Abschlusstraining eine Muskelverletzung erlitten und fiel aus. Eine weitere Änderung hatte Trainer Stefan Vollmerhausen nach dem müden Auftritt des WSV gegen Fischeln vorgenommen. Davide Leikauf spielte nicht von Beginn an. Dafür kam erstmals wieder Danijel Gataric als zentraler Mittelfeldspieler herein, dazu Emre Bayrak, der links in die Viererkette rückte. Noah Salau, der üblicherweise diese Position bekleidet, spielte davor gegen den schnellen Arnold Bimbudu.

Den Part der ständig rochierenden zweiten Spitze übernahm der schnelle Enes Topal.

Oberhausen konnte dagegen mit voller Kapelle spielen, leistete es sich sogar, seinen bisher besten Torschützen, Simon Engelmann, auf der Bank zu lassen. Der Ex-WSVer Robert Fleßers machte im Mittelfeld sein erstes Spiel seit langem von Beginn an.

Den Gästen gehörten denn auch klar die ersten Minuten. Als Raphael Steinmetz schon nach zwei Minuten eine Flanke des nach vorne stürmenden Linksverteidigers und gebürtigen Wuppertalers Felix Herzenbruch nur knapp verpasste, musste einem Bange werden, zumal der Druck zunächst anhielt.

Doch nach und nach kam der WSV besser in die Zweikämpfe, und da offenbarte sich die größte Veränderung gegenüber dem Sonntag. Die Mannschaft wirkte frischer und mutig, insbesondere die vor vier Tagen noch indisponierten Len Heinson und Enes Topal spielten stärker auf.

Der WSV verlangte dem Regionalligisten alles ab

So kam auch der WSV insbesondere nach gut getretenen Standards von Patrick Nemec zu seinen ersten Chancen. Oberhausen hatte zwar wie erwartet etwas mehr vom Spiel, doch das 0:0 zur Pause war nicht unverdient. Und nach dem Wechsel schien der WSV noch offensiver zu werden.

Die kalte Dusche für Mannschaft und Fans kam nach 67. Minuten, als Kocabas aus kurzer Distanz im vierten Anlauf einnetzte. Mit den Fans im Rücken setzte der WSV nun alles auf eine Karte und riskierte dabei, in Konter zu laufen. Zweimal Wickl und einmal Grebe klärten bei diesen Gelegenheiten unter dem Jubel der Fans glänzend im Eins-Gegen-Eins. Die Anfeuerung der Fans wuchs auf Orkanstärke an, als Aydogmus den Ausgleich erzielte. Im Elfmeterschießen behielten dann alle fünf Schützen des WSV die Nerven.

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