Der 35-jährige WSV-Kapitän darf den Titelverteidiger am Sonntag aufs Kunstrasenfeld führen. Er ist besonders motiviert.

Im Niederrheinpokal trifft das Team heute (Anpfiff 19.30 Uhr, Stadion am Zoo) auf den VfB Hilden. Der WSV geht als Favorit in die Partie.
WSV-Kapitän Gaetano Manno ist heiß auf die Uni-Halle.

WSV-Kapitän Gaetano Manno ist heiß auf die Uni-Halle.

Kurt Keil

WSV-Kapitän Gaetano Manno ist heiß auf die Uni-Halle.

An die Wuppertaler Uni-Halle hat Gaetano Manno noch beste Erinnerungen. 2007 gewann er dort mit dem Wuppertaler SV die Fußballstadtmeisterschaften und wurde mit Mannschaftskollege Jean Louis Tavarez mit je fünf Treffern bester Turnierschütze. „Die Trophäe liegt noch bei mir im Keller. In der Wohnung darf ich Pokale von meiner Frau aus ja nicht aufstellen“, sagt der heutige WSV-Kapitän lachend. Wenn in diesem Jahr noch einer hinzukommen sollte, hätte der inzwischen 35-Jährige aber sicher nichts dagegen.

Am Sonntag, bei der 31. Auflage des Uni-Hallen-Turniers, darf er seine Mannschaft nämlich aufs Feld führen. Dass das dann mit Kunstrasen belegt ist, macht dem Techniker besondere Freude. „Ich wollte unbedingt dabeisein. Für mich schließt sich da ein Kreis“, sagt Manno, der seine Karriere im Sommer nach jetzigem Stand beenden wird. Da läuft sein Vertrag beim WSV aus, und eigentlich hatte er lange damit geliebäugelt, dass dann auf diesem Niveau Schluss ist.

Manno würde gerne noch ein Jahr dranhängen

Nachdem er eine Klasse-Vorrunde gespielt hat, geht er das Thema aber nun offensiver an. „Wenn mein Körper weiter so mitmacht, würde ich auch noch ein Jahr dranhängen“, sagt er, gespannt darauf, ob von WSV-Seite demnächst noch jemand auf ihn zukommt.

„Zuletzt hatten die ja genug zu tun“, sagt er augenzwinkernd auch in Bezug auf die Wechseldiskussionen um Trainer Stefan Vollmerhausen nach Viktoria Köln. „Ich bin natürlich froh, dass er bleibt, obwohl ich ihm sportlich den Wechsel gegönnt hätte“, sagt Manno offen. Man wisse, was man aneinander habe.

„Dass Gaetano noch mal in der Halle spielen will, kann ich verstehen“, sagt Vollmerhausen, der nach seinem Urlaub seit Dienstag wieder in Wuppertal ist und anfügt: „Ich bin froh, dass ich beim WSV bin und freue mich jetzt auf die Rückrunde.“ Die Uni-Halle habe im Hinblick darauf natürlich nicht oberste Priorität. „Aber wir nehmen das ernst und wollen in erster Linie guten Fußball zeigen.“ Wenn dann die Titelverteidigung herausspringen sollte – die Oberligisten Cronenberg und Vohwinkel, sowie Ronsdorf sollten wohl die größten Rivalen sein – wäre das dem 44-Jährigen aber sicher nicht unrecht.

Welche Mannschaft er aufbieten wird, kann er noch nicht genau sagen, will erst noch einige Gespräche und das erste Training in der Hako-Halle am kommenden Samstag abwarten. Neben Manno würden aber sicher auch Daniel Grebe und Dennis Dowidat dabei sein, die schon signalisiert hätten, dass sie „Bock haben“. Nur einen Einsatz von Kevin Hagemann, Silvio Pagano, André Mandt und Kevin Pytlik, die aus einer Verletzung kommen, aber wieder voll ins Training einsteigen sollen, schließt er aus. Auch der Neue, Tjorben Uphoff, werde wohl nicht spielen, da er in der Halle schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht habe. Vollmerhausen: „Wir werden sicher kein Risiko eingehen.“ Gut möglich, dass er noch ein, zwei A-Jugend-Spieler einbaue.

Routine und ein feines Füßchen hat er mit Gaetano Manno ja auf jedem Fall auf dem Feld. „Ich habe immer gerne in der Halle gespielt“, versichert der Kapitän topmotiviert zu sein, nachdem er in den beiden Vorjahren von seinem Trainer in der Uni-Halle geschont worden war. Dass es in diesem Jahr anderes ist, dürfte die Fans freuen und den ungebrochen großen Reiz der Veranstaltung noch ein bisschen erhöhen.

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