Vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf bremst WSV-Trainer Stefan Vollmerhausen die Euphorie. Am Samstag wartet auf den Aufsteiger WSV eine völlig neue Aufgabe.

Wuppertal. Mit glänzenden Augen verließen die WSV-Fans nach dem 3:3 des Aufsteigers gegen Viktoria Köln am Freitagabend das Stadion am Zoo. Der WSV hatte seinen Anhängern zum Saisonstart ein Spektakel geboten, aber einige Anlaufschwächen offenbart. 25 Gegentreffer kassierte der WSV in der vergangenen Saison – nun gleich drei im ersten Regionalligaspiel. Grund genug für Trainer Stefan Vollmerhausen, vor den Spielen gegen Fortuna Düsseldorf II (Samstag, 14 Uhr, Flinger Broich) und dem Derby gegen Rot-Weis Essen (Dienstag, 19.30 Uhr, Stadion am Zoo) auf die Euphoriebremse zu treten. „Wir haben drei Gegentreffer kassiert und nur einen Punkt geholt. Es liegt noch sehr viel Arbeit vor uns“, sagte Vollmerhausen am Mittwoch.

Die erste Euphorie hat die Art und Weise ausgelöst, wie der WSV zweimal nach Rückstand gegen den Favoriten zurückschlug und seinem taktischen Konzept treu geblieben ist. Läuferisch präsentierte sich die Mannschaft in einem hervorragenden Zustand, setzte die Kölner sogar in der Nachspielzeit mit geradlinigen Angriffen unter Druck. Die Grundlage für die Fitness wurde in der Vorbereitung gelegt, wie Sportdirektor Manuel Bölstler verriet. Regelmäßig wurde vor und während der intensiven Trainingsphase der Körperfettanteil der Spieler kontrolliert. „Der Fitnesszustand ist beachtlich gut, da war kein Ausreißer dabei. Im Gegenteil, wir müssen darauf achten, dass einige nicht überziehen“, sagte Bölstler. Stefan Vollmerhausen erwartet gegen die Fortuna eine taktisch vollkommen andere Aufgabe als gegen Viktoria Köln. „Am Wochenende beginnt die Saison in der 2. Liga und deshalb gehe ich davon aus, dass es im Regionalliga-Team der Fortuna personelle Veränderungen gibt. Die Mannschaft wird sich stärker als bei ihrer Auftaktniederlage in Bonn präsentieren“, erwartet Vollmerhausen.

WSV und Tarek Dogan gehen getrennte Wege

Beim WSV sind kaum Veränderungen zu erwarten. Doch es wäre voreilig, nach einem Spieltag von einer Stammformation zu sprechen – die Tür ist noch lange nicht zu. Bis auf Tristan Duschke, der sich am Freitag vor dem Spiel verletzte (Muskelfaserriss oder Achillessehnenreizung) sowie die Langzeitverletzten sind alle an Bord. Konkurrenzkampf gibt es nicht nur um die Stammplätze, sondern auch um die Kaderplätze. „Der Vertrag mit Tarek Dogan wurde aufgelöst. Wir wünschen ihm alles Gute“, so Manuel Bölstler zur jüngsten Personalentwicklung.

Das Thema Rot-Weiss Essen ist für Manuel Bölstler noch keines: „Als Spieler habe ich mich immer nur mit dem nächsten Spiel beschäftigt.“ Genau das erwartet der Sportdirektor von der Mannschaft. „Die Punkte gegen Fortuna sind mindestens genauso wichtig wie die gegen RWE – denn die Fortuna ist unser direkter Konkurrent, was das Saisonziel angeht“, gibt Vollmerhausen zu bedenken.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer