BHC fährt mit nur drei Rückraumspielern nach Wetzlar. Doch es gibt auch positive Nachrichten vor dem Auswärtsspiel.

Jan Artmann (l.) und Zugang Tomas Babak zeigten gegen Berlin eine gute Leistung und sind nun auch in Wetzlar besonders gefordert.
Jan Artmann (l.) und Zugang Tomas Babak zeigten gegen Berlin eine gute Leistung und sind nun auch in Wetzlar besonders gefordert.

Jan Artmann (l.) und Zugang Tomas Babak zeigten gegen Berlin eine gute Leistung und sind nun auch in Wetzlar besonders gefordert.

Jan Artmann (l.) und Zugang Tomas Babak zeigten gegen Berlin eine gute Leistung und sind nun auch in Wetzlar besonders gefordert.

Otto Krschak, Bild 1 von 2

Jan Artmann (l.) und Zugang Tomas Babak zeigten gegen Berlin eine gute Leistung und sind nun auch in Wetzlar besonders gefordert.

Wuppertal. Jede positive Personalnachricht wird derzeit beim Handball-Bundesligisten Bergischer HC gierig aufgesogen. Mit Linksaußen Christian Hoße ist seit Dienstag ein Spieler aus dem sechsköpfigen Lazarett wieder im Training. Seine Schulterprellung ist abgeklungen und einem Einsatz in Wetzlar am Samstag steht wohl nichts im Wege. „Ich bin sehr froh, dass Christian wieder da ist, das gibt mir mehr Variationsmöglichkeiten“, sagt Trainer Sebastian Hinze.

Der Rückraum mit nur drei einsatzfähigen Spielern bleibt die große Baustelle beim noch punktlosen Schlusslicht, das so um 19 Uhr als krasser Außenseiter in der Rittal-Arena antritt. Dort hatte die HSG Wetzlar vor zehn Tagen überraschend Kiel geschlagen, ist mit 4:4-Punkten ordentlich in die Saison gestartet. HSG-Trainer Kai Wandschneider fordert jedenfalls einen Sieg gegen den BHC, auch wenn „angeschlagene Boxer“ gefährlich seien.

Verhandlungen mit potenziellem Neuzugang ziehen sich hin

Dieses Bild passt in der Tat. Kapitän Kristian Nippes ist zwar am Mittwoch erfolgreich an seiner Wurfschulter operiert worden, beim BHC rechnet man aber nicht mit einer baldigen Rückkehr. Dass für Samstag, wie zunächst erhofft, schon Hilfe von außen dazukommen könnte, sieht der Sportliche Leiter Viktor Szilágyi nicht. Die Verhandlungen mit dem Wunschspieler auf Rückraumrechts ziehen sich hin. Szilágyi: „Wir bleiben dran. Da er noch unter Vertrag steht, sind aber immer mehrere Parteien beteiligt. Das macht es kompliziert.“ Die Verhandlungsposition sei nicht einfach, weil jeder die schwierige Lage des BHC kenne. „Andererseits werden wir uns nicht übernehmen und holen nur jemanden, der uns sofort und für den Rest der Saison qualitativ verstärkt“, stellt Szilágyi klar.

Drei Wochen dauert es wohl, bis der Halblinke Alex Hermann, der sich am Samstag gegen Berlin einen Muskelfaserriss im Hüftbeuger zugezogen hat, zurückkehren kann. Vor Ende Oktober ist mit Fabian Gutbrod auf der gleichen Position nicht zu rechnen.

Das heißt, zumindest am Samstag sind die Mittelleute Alexander Oelze und Tomas Babak sowie der Halbrechte Maximilian Hermann allein im Rückraum. „Wir haben einen Plan, wie wir auch ihnen Pausen geben können. Dass Christian Hoße oder Rechtsaußen Arnor Gunnarsson dort aushelfen, ist sicher eine Option“, sagt Hinze. Sollte Ace Jonovski zurückkehren, gäbe es zumindest für die Abwehr eine weitere. Der Abwehrchef hat allerdings wegen eines Blutergusses im Fuß bis gestern noch nicht trainiert.

Für das Top-Spiel gegen Kiel, das in den Herbstferien am 12. Oktober (20.15 Uhr) in der Kölner Lanxess-Arena steigt, gewährt der BHC mit Partner Vorwerk Kindern und Jugendlichen bis einschließlich 16 Jahren freien Eintritt. Voraussetzung ist, dass sie in Begleitung Erwachsener sind. Die Tickets sind ausschließlich im Vorverkauf in der BHC-Geschäftsstelle (Neuenhofer Straße 11, Solingen) oder im Online-Ticketshop erhältlich bhc06.de

Hinze hofft, dass seine dezimierte Mannschaft die Leistung wie in der ersten Hälfte gegen Berlin über die volle Distanz zeigt. „Besser können wir im Moment nicht spielen.“ Wie positiv die Mannschaft mit der Situation umgehe, damit sei er sehr zufrieden. „Entscheidend ist, dass wir nutzen, was wir uns jetzt erarbeiten, wenn die Verletzten zurückkehren.“

Das heiße nicht, dass der BHC in Wetzlar nicht alles versuchen werde, die ersten Punkte einzufahren. Hinze sieht die Hessen sogar noch stärker als in der vergangenen Saison. Die Lücke nach dem Weggang von Nationaltorwart Andreas Wolff sei durch Benjamin Buric gut geschlossen, die Abwehr durch Stefan Kneer von den Rhein- Neckar Löwen noch stabiler geworden und der Rückraumlinke Philipp Weber, der aus Leipzig kam, mit schon 28 Toren aus fünf Spielen voll eingeschlagen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer