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Der Ringrichter brach den Kampf nach vier Runden ab, disqualifizierte Epifanio Mendoza und sprach Werner Kreiskott (r.) den Sieg zu.

Der Ringrichter brach den Kampf nach vier Runden ab, disqualifizierte Epifanio Mendoza und sprach Werner Kreiskott (r.) den Sieg zu.

Der Boxer Werner Kreiskott konnte in Velbert gegen Epifanio Mendoza gewinnen.

Fischer, A. (f22), Bild 1 von 2

Der Ringrichter brach den Kampf nach vier Runden ab, disqualifizierte Epifanio Mendoza und sprach Werner Kreiskott (r.) den Sieg zu.

Wuppertal. Nicht mit einem krachenden Knockout, wie man es vom „Panzer“, dem WBU-Weltmeister im Schwergewicht Werner Kreiskott meist gewohnt ist, sondern mit der Disqualifikation des kolumbianischen Kolosses Epifanio Mendoza endete am Samstagabend um Mitternacht der Kampf im Velberter Emka-Sportzentrum.

Nach weitgehend ausgeglichenen drei Runden, in denen beide Kämpfer einige harte Treffer austeilten und kassierten, der Südamerikaner aber durch Nackenschläge aufgefallen und schon in der dritten Runde verwarnt worden war, war der türkische Ringrichter es leid. Er disqualifizierte Mendoza in der vierten Runde und gab nachher laut Supervisor Thomas Hackenberg an, sogar von Kreiskotts Gegner bespuckt worden zu sein.

Im ersten Durchgang gab es leichte Vorteile für Kreiskott, der Mendoza in der Ringecke mit einem Schlaghagel eindeckte und auch gegen Runden-Ende noch einen Aufwärtshaken ins Ziel brachte. Der Kolumbianer beantwortete Kreiskotts linke und rechte Haken dann mit Körpertreffern, die sichtlich Eindruck hinterließen. Es folgte vielfaches gegenseitiges Klammern mit Nackenschlägen des Südamerikaners, die er trotz Punktabzugs fortsetzte, bei seinem unsauberen Stil blieb und bestraft wurde. „Dass Mendoza gespuckt hat, habe ich nicht gesehen“, so Kreiskott nach dem Kampf. „Aber ich denke, dass er wegen seiner Konditionsmängel zu unsauberen Mitteln gegriffen hat“, erklärte der alte und neue Weltmeister, der am nächsten Tag schon wieder in der Halle war, um beim Ringabbau zu helfen, so wie er auch die perfekte Organisation des Kampfabends bewerkstelligt hatte.

Marco Martini wird Juniorenweltmeister

Wenig Zeit, seinen Disqualifikationssieg, aber vor allem auch den Triumph seines Vetters Marco Martini zu feiern, der eine halbe Stunde vorher durch technischen K.o. in der achten Runde Junioren-Weltmeister in der Klasse bis 69 Kilogramm geworden war. An dem farbigen und sportlich vorzüglichen Kampfabend war der Auftritt des kleinen Wuppertalers sicher der Höhepunkt: Die größere Reichweite des Düsseldorfers Dominik Tietz ignorierend, griff „Krawallo“ unermüdlich aus einer geschlossenen Deckung an. Schnell hatte er die Oberhand, zeigte gleichermaßen Moral und unglaubliche Kondition. Mit pausenlosen Attacken zermürbte er den Düsseldorfer, zwang ihn einmal zu Boden und ließ ihm in der achten Runde mit zwei Niederschlägen keine Chance mehr. Fast zu spät brach der Ringrichter den ungleich gewordenen Kampf ab.

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