Angebot für Schüler wird von Ex-Nationalspieler Tim Focke geleitet und vom Schwimmverband unterstützt.

Spätestens, wenn der Ball ins Spiel kommt, sind bei der Wasserball-AG des Schwimmverbands Wuppertal alle mit Begeisterung dabei.
Spätestens, wenn der Ball ins Spiel kommt, sind bei der Wasserball-AG des Schwimmverbands Wuppertal alle mit Begeisterung dabei.

Spätestens, wenn der Ball ins Spiel kommt, sind bei der Wasserball-AG des Schwimmverbands Wuppertal alle mit Begeisterung dabei.

Andreas Fischer

Spätestens, wenn der Ball ins Spiel kommt, sind bei der Wasserball-AG des Schwimmverbands Wuppertal alle mit Begeisterung dabei.

Wuppertal. „Und jetzt bitte mit einer Hand zupassen, ohne dass der Ball ins Wasser fällt“, fordert Tim Focke. Mit Eifer versuchen die Jugendlichen im Becken des Freibads Bendahl, diese Anweisung in die Tat umzusetzen. Doch davon, dass ihr Ball abtrocknet, sind die meisten Dreiergruppen weit entfernt, was fröhlich kommentiert wird. Aller Anfang ist schließlich schwer bei dieser anspruchsvollen Randsportart, die der Schwimmverband Wuppertal mit seinem Jugendprojekt wieder stärker anschieben möchte.

So bietet er immer mittwochs ab 17 Uhr – im Winter in der Schwimmoper, im Sommer im Wasserfreundebad am Bendahl – ein Training für Schüler an – zusätzlich zum Sportunterricht. Tim Focke nimmt dabei sozusagen eine Doppelfunktion ein. Der ehemalige Nationalspieler ist nicht nur Trainer bei den Zweitliga-Wasserballern der Wasserfreunde Wuppertal, sondern auch Sportlehrer an der Friedrich-Bayer-Realschule. Er bot dort vor einem Jahr erstmals eine Wasserball-AG an. „Ich möchte Kindern und Jugendlichen den Spaß am Wasserball vermitteln, ihnen aber auch Vereinsleben näherbringen und eine Alternative zu „Playstation und Computer aufzeigen“, sagt er.

Das Angebot wird für weitere Schulen und Vereine geöffnet

Nachdem das Projekt an seiner Realschule gut angelaufen war, hat er es zum Halbjahr in Absprache mit dem Schwimmverband, der Zuschüsse gibt, auch für andere Schulen geöffnet. Zunächst sind die Gymnasien Vohwinkel, CDG, WDG und CFG mit im Boot, auch wenn vorerst noch die meisten AG-Teilnehmer von Fockes Schule kommen. Bis zu 30 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren kommen wöchentlich zu dem Sondertraining, wobei der Großteil das bisher rein als Schul-AG betreibt. Der kleinere Rest spielt schon in der Wasserfreunde-Jugend und nimmt es als zusätzliche Trainingseinheit.

Schwimm- und Balltraining gehen Hand in Hand

Die Unterschiede spiegeln sich auch in der Ausführung der Übungen wider. „Die Fortschritte sind aber beachtlich“, sagt Focke und führt als Beispiel den 12-jährigen Kingsley an, der zunächst einmal schwimmerische Defizite aufarbeiten musste, aber viel Ballgefühl und Ehrgeiz beweist.

Gut, dass Focke mit den vom SV Neuenhof und den Wasserfreunden abgestellten Luisa Stürwold, Elias Dorn, Christian Offermann und Matz Kunz auf weitere Übungsleiter zurückgreifen kann. Die erlauben es, auch individuell oder in Kleingruppen zu arbeiten. So kümmert sich Elias Dorn nach dem Aufwärmen, zu dem heute eine Runde Beachvolleyball gespielt wurde, zunächst um die Kinder, die noch schwimmerischen Nachholbedarf haben. „Für viele Eltern ist dieses Schwimm-Fördertraining ein zusätzliches Argument, ihre Kinder zu schicken“, sagt Tim Focke, der nach den Sommerferien gerade die Zusammenarbeit mit Grundschulen noch ausweiten möchte und sich auch weitere Vereine mit im Boot wünscht. Profitieren sollen schließlich alle von der Nachwuchsarbeit. Wasserball, einst ein Prunkstück in der Wuppertaler Sportlandschaft, war hier zuletzt auf dem absteigenden Ast.

In der letzten Woch der Sommerferien, vom 26. August bis 1. September, bieten die Wasserfreunde ein Wasserballcamp für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren an. Infos unter
www.wasserfreundewuppertal.de   

Der Spaß kommt in der Wasserball-AG auch nicht zu kurz. „Wer den Ball aus dem Becken wirft, muss zehn Liegestütze machen“, droht Tim Focke an, und prompt befördert eines von zwei Mädchen heute, die Kugel im Eifer des Gefechts und offenbar nicht ganz unabsichtlich auf den Rand. Die Liegestütze absolviert sie anschließend jedenfalls mit einem Lächeln.

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