Die Billard-Freunde schließen die Saison erneut ohne Niederlage ab.

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Frank Schiller konnte mit seinen Mannschaftskameraden die erste Saisonniederlage der Barmer Billard-Freunde noch abwenden.

Frank Schiller konnte mit seinen Mannschaftskameraden die erste Saisonniederlage der Barmer Billard-Freunde noch abwenden.

Andreas Fischer

Frank Schiller konnte mit seinen Mannschaftskameraden die erste Saisonniederlage der Barmer Billard-Freunde noch abwenden.

Elberfeld. Beinahe hätte der abstiegsbedrohte 1. BSV Berlin am Sonntag im "upstairs" an der Elberfelder Neumarktstraße am letzten Spieltag der Snooker-Bundesliga die kleine Sensation geschafft: Nämlich dem deutschen Snooker-Meister Barmer Billardfreunde die erste Niederlage seit zwei Jahren beizubringen. Doch dann hatte Thomas Hein beim Zwischenstand von 4:3 das robuste Nervenkostüm, das nötig war, sein Spiel gegen den starken Thomas Weidner doch noch 3:1 zu gewinnen und damit den fünften Punkt für seine Mannschaft zu ergattern. Weil Miro Popovic sein Spiel mit 2:3 abgeben musste, war Heins Punkt Gold wert und Grundstein zum 5:4 Erfolg.

"Das war unser knappster Sieg während der gesamten Saison", sagte Axel Heger, der Vorsitzende der BBF, die am Samstag noch gegen den Absteiger DSC Hannover an gleicher Stelle 6:3 gewonnen hatten. Auch das war für BBF-Verhältnisse knapp, doch die eingesetzten Patrick Einsle, Frank Schiller, Miro Popovic und Thomas Hein sahen es gelassen: "Schließlich können die Anderen auch was."

Überhaupt ist Billard beziehungsweise dessen populäre Gattung Snooker eine Sportart, bei der es diszipliniert und geradezu diskret zugeht. Als ein Spieler nach einem misslungenen Stoß mal ärgerlich an den Tisch tippte, da war das schon der Gipfel der Emotionen. Die Spieler nehmen Rücksicht und stören auch die Kollegen an den Nebentischen nicht durch Freuden- oder Missfallenskundgebungen.

Ein wenig lebhafter dürfte es allerdings am kommenden Samstag in der Uni-Halle werden (Einlass ab 16 Uhr). Da haben die Barmer Billardfreude zur Feier ihres 80-jährigen Vereinsbestehens einige der Super-Stars der Snooker-Szene eingeladen. Unter dem Motto "Generations of Snooker" werden dort der leicht zynisch wirkende "Golden Boy" Stephen Hendry, seines Zeichens siebenfacher Weltmeister, der sechsfache Weltmeister "The Nugget" Steve Davis, "The Jester from Leicester", der Vize-Weltmeister 2007, Marc Selby, sowie "The Captain" Allister Carter (Vize-Weltmeister 2008) auftreten.

Sie werden unter anderem auch gegen das BBF-Kleeblatt spielen. Einsle, Schiller, Popovic und Hein fiebern diesem Ereignis entgegen. Alle vier Briten haben übrigens an der jüngsten WM in Sheffield teilgenommen, die vom Fernsehsender "Eurosport" rund 120 Stunden übertragen wurde. Dass auch viele Snooker-Fans während des knisternd spannenden Geschehens am Bildschirm saßen, zeigt, dass für dieses Top-Ereignis zu Wochenbeginn schon 1400 Karten verkauft worden sind. Da dürfte es nicht ganz so geräuscharm zugehen wie im vierten Stock im BBF-Domizil "upstairs".

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